Rainer Wanner: Personal Blog

Test: iVerkehr für iPhone

iVerkehr für iPhone (V 2.9) ist eine Applikation, um Verkehrsmeldungen angezeigt zu bekommen. Im Gegensatz zu den Meldungen im Radio lassen sich diese jederzeit nachlesen und nach bestimmten Kriterien sortieren. Hierzu zählen das Bundesland und eine Umkreissuche inkl. Kartendarstellung.

Um sich vor Start einer Fahrt zu informieren oder unterwegs eine schnelle Übersicht zu verschaffen und um die Route festzulegen, erscheint die Applikation geeignet. Neu eingehende Meldungen werden darüberhinaus signalisiert.

Nun zur Praxis. Die Meldungen im Radio und auf dem iPhone sind ähnlich gut oder schlecht bei Meldungen für Deutschland. Auf einer Fahrt von München nach Heilbronn am 07.07.2010 wurden über beide Medien mehrere längere Staus auf der Autobahn gemeldet – auch noch bei einer gemeldeten Staulänge von 7 bis 10km konnte der Abschnitt zum Meldezeitpunkt stets mit mehr als 100km/h passiert werden.

Ein Informationsvorteil von iVerkehr, das die Daten der Bundesanstalt für Straßenverkehr nutzen soll und hierbei auf verkersinfo.de zurückgreift, konnte ich während der über ein Jahr dauernden Verwendung nicht feststellen.

iVerkehr liefert auch Daten für Benelux. Am 14.07.2010 war ich von Brüssel auf dem Rückweg nach Heidelberg. In der Region um die belgische Hauptstadt gab es ein heftiges Unwetter mit Überschwemmungen, Straßensperrungen, Ästen und umgestürzte Bäume auf der Autobahn, viele schwere Unfälle. Hier ein Foto vom Ring um Brüssel.

Im Radio wurde eifrig, lang und oft gewarnt und gemeldet, aber iVerkehr zeigte für Belgien keine einzige Meldung über einen mehrstündigen Zeitraum und ich hatte dank der Unfälle, Bäume und Vollsperrungen genug Zeit die meldungsfreie Software anzuschauen. Irgendwann wurde eine Meldung angezeigt, die aber nichts mit dem Unwetter zu tun hatte. Ähnliche Beobachtungen konnte ich auch mehrfach in den Niederlanden machen. Der lokale Radiosender meldete längere Staus, die auch vorhanden waren und iVerkehr hatte keine Nachricht hierüber.

Mein Fazit: Die Meldungen sind einfacher verfolgbar als im Radio und lassen sich sortieren. Die Daten für Deutschland sind i.d.R. weder besser noch schlechter als die Radiomeldungen, aber Finger weg von den Auslandsmeldungen, diese sind bei Abruf im Ausland dank Roamingkosten nur teuer, aber weitgehend nutzlos.

Related posts:

  1. 24 Monate iPhone – und jetzt?
  2. Softwarequalität und Design von iPhone Apps
  3. iPhone durch die Telekom freischalten lassen