Rainer Wanner: Personal Blog

24 Monate iPhone – und jetzt?

Ich nähere mich dem Ende eines 24-monatigen Zeitraumes mit einem iPhone 3G und einem Complete M Vertrag, erster Generation.

Meine persönliche Erfahrungen:

Das iPhone konnte Dank nahezu intuitiver Bedienung und auf das Gerät optimierter Applikationen überzeugen. Im nachhinein betrachtet, war die Entscheidung für mich richtig und die Benutzung hat mir Freude bereitet. Inzwischen haben die Wettbewerber in Sachen Bedienung deutlich aufgeholt und die größere Freiheit und Flexibilität sowie die Auswahl an Endgeräten sprechen hier für einen geschärften Blick auf die Alternativen. Siehe hierzu auch meinen Artikel zu den Restriktionen, die den iPhone-Benutzern bei Apple leider auferlegt werden.

Der Complete-Vertrag (bei mir M, 1. Generation) wurde oft gescholten, aber rechnet man 100 Minuten in alle Netze, Wochenendflatrate für die T-Mobile und Festnetz, 40 SMS, T-Mobile Hotspotzugang, eine Datenflat mit Drosselung bei 300MB und die Teilfinanzierung des Endgeräts über die Laufzeit zusammen, dann war der Tarif zu einem Preis von EUR 49 pro Monat durchaus in einem vertretbaren Rahmen – sofern man die Leistungen nahezu ausschöpfte und das Datenvolumen über die MultiSIM-Option z.B. mit UMTS-Stick und Notebook verwendete. Inzwischen wurde am Tarif nicht wirklich etwas verändert und deshalb halte ich auch den Tarif in der 2. Generation mit inzwischen 120 Minuten, aber mit Ausschluss der Datennutzung über Notebooks für zu teuer.
Ein kleinerer Tarif enthält wiederum keine Datenflat (200MB in 100KB Schritten sind enthalten) und für eine zusätzliche Minute werden 29ct. verlangt. Für mich als intensiver Datennutzer und oftmals (mobil-)Wenigtelefonierer findet sich nun aktuell bei der Telekom kein attraktiver, flexibler Kombitarif.

Das Werbeverhalten der Telekom bzw. der beauftragten Dienstleister (Callcenter) ist haarsträubend. Bei mir wurden 5-10 Anwahlvorgänge am Tag über eine 0800-Nummer auf die Mobilnummer initiiert. Ignorieren stoppt die Anrufe nicht, eine Filterung (siehe Artikel zu Blacklists) ist nicht vorgesehen und den Anruf entgegen zu nehmen bringt meist auch nichts, da überwiegend kein Gesprächspartner am Apparat ist (automatisches Anwahlverfahren). Selbst wenn man es geschafft hat, sich aus dem Anwahlverteiler nehmen zu lassen, ist die Freude evtl. nur von kurzer Dauer und es findet sich schnell ein neuer Anlass für eine weitere Anrufreihe. Das halte ich für den besten Weg den Kunden zu verärgern und auch den Händler, da der Provider ja damit versucht, dessen Kundenbasis direkt abzugreifen und durch die permanente Penetration mit Anrufen auch noch für eine Abkehr vom Anbieter/Händler sorgen kann. Wie es bei den anderen Providern gehandhabt wird, ist mir aus eigener Anschauung nicht bekannt. Bekannte berichten hier allerdings bei Vertragstarifen auch von mehrfachen Anrufen. Für die  Mobil-Discounter im Prepaid Bereich scheint sich ein fortgesetzter direkter Anruf wohl eher nicht zu lohnen, denn hier blieb ich von Werbeanrufen bislang verschont.

Mein Fazit:

Ein weiteres iPhone kommt momentan nicht in Frage. Die Restriktionen und die Providerbindung möchte ich nicht für weitere 24 Monate mitmachen. Da bisher auch nicht erkennbar ist, dass Apple bei den Einschränkungen etwas ändern wird, bleibt für mich nur, dass iPhone zum Ende der Laufzeit entsperren zu lassen und anderweitig zu verwerten.

Bei den Tarifen findet sich bei den beiden großen Mobilfunkprovidern für meine Anforderungen derzeit kein passendes Angebot. Um nicht in eine Verlängerung zu gehen, erfolgte zunächst die Kündigung. Nun verbleiben noch 2,5 Monate, um einen geeigneten Tarif zu finden, ggf. die Nummer zu portieren und um zu schauen, ob das iPhone von mir weitergenutzt wird oder welche anderen Smartphones einen Käufer suchen.

Related posts:

  1. iPhone: Call and SMS blocker/blacklist
  2. Test: iVerkehr für iPhone
  3. iPhone durch die Telekom freischalten lassen
  4. Softwarequalität und Design von iPhone Apps