Rainer Wanner: Personal Blog

VDSL Werbung

Creation date: 22-02-2011

Wie schön, dass man immer mal wieder mit einer Postwurfsendung mit Werbung für VDSL bedacht wird. Wenn der Flyer dann auch noch den Hinweis erhält, dass VDSL im eigenen Bereich jetzt verfügbar wäre, dann sollte der Empfänger davon ausgehen können, dass diese Werbebotschaft ernst gemeint ist.

Eine Abfrage zur Verfügbarkeit von VDSL ergibt, dass VDSL nicht verfügbar ist. Auch einige Wochen nach Erhalt der Wurfsendung, also mit ausreichender Zeit zur Aktualisierung der Datenbestände, wird nach wie vor VDSL als nicht beziehbar ausgewiesen.

Schaut man auf den Seiten der Post nach, so findet sich folgender Text: “Die Deutsche Post liefert Ihre Postwurfsendungen vom einzelnen Ortsteil bis in das ganze Bundesgebiet aus.” Die kleinste Größe ist somit ein Ortsteil. Welchen Sinn macht es nun aber, Werbung mit dem klaren Hinweis, dass jetzt und hier VDSL zur Verfügung steht, als Wurfsendung zu verteilen, wenn dies nur für einige wenige Straßenzüge des Verteilungsgebiets zutrifft? Wer kommt denn auf die glorreiche Idee, hierfür ausgerechnet eine Wurfsendung als Verteilungsform zu verwenden und damit die Empfänger an der Nase herumzuführen?

Telekom Entertain

Creation date: 22-02-2011

Seit 1,5 Jahren nutze ich das T-Home Entertain Comfort Universal Paket (DSL16plus) mit einem MediaReceiver MR300A.

Der Anschluss war schnell geschaltet, leider ist nach wie vor eine große Zahl von Komponenten miteinander zu verkabeln (1.TAE, DSL-Splitter, NTBA, Router, Rangierfelder, TAE-Dosen, Receiver, Telefone…). Ich habe mir hierfür ein Brett gerichtet und die Dosen und Kästen darauf sauber montiert sowie einen Anschluss- und Konfigurationsplan erstellt, damit auch noch nach Monaten die komplette ITK-Infrastruktur überblickt werden kann.

Vergleich Entertain mit dem KabelBW Anschluss im gleichen Bereich

Die Qualität und Stabilität der Daten-, ISDN- und TV-Verbindungen erwies sich beim Entertain-Paket im Vergleich zum Kabelanschlus CleverKabel32 des Nachbarn zunächst als besser. Ausfälle in der Übertragungsstrecke oder beim Kabelmodem führten bei ihmgleich zum Ausfall des Telefonanschlusse, was normalerweise nicht sofort festgestellt wird. Anrufer konnten ihn aber plötzlich nicht mehr erreichen. Immer wieder musste das Kabelmodem neu gestartet werden, Softwareupdates eingespielt werden und es wurden sicherlich auch diverse Umstellungen in den Netzen vorgenommen. Inzwischen erweist sich nun der Zugang über Kabel in diesem Anschlussbereich ebenfalls als stabil. Ich würde hier von länger andauernden Anfangsschwierigkeiten sprechen.

Der umgekehrte Fall ereilte mich mit Entertain. Während der Anfang problemlos verlief, stellten sich bei mir nach etwa einem Jahr Schwierigkeiten ein. Insbesondere beim Wechsel des TV-Kanals blieb das Bild zunächst hängen und es verging bis zu einer Minute bis das Programm fortgesetzt wurde. Auch Hänger im laufenden Programm zeigten sich ab und zu. Schließlich hatte ich dann noch drei Monate später, kurz vor Weihnachten, den Ausfall des MediaReceivers zu verzeichnen (LED flackert, Netzteil klackt nur noch, Receiver fährt nicht mehr hoch).

Mein Händler ruft bei der Hotline an und wird telefonisch durch eine Checkliste geführt. Ergebnis: Der Receiver ist defekt. Ein Ersatzgerät soll verschickt werden, sobald bei der Telekom wieder Austausch-Geräte zur Verfügung stehen. Das zieht sich dann allerdings noch bis zum 12.01. hin. Das Ersatzgerät erweist sich ebenfalls als defekt (bootet unmotiviert, Festplatte rattert, bleibt komplett hängen, um nach ein paar Minuten wieder zu booten). Um auszuschließen, dass der Anschluss Schwierigkeiten bereitet, besorge ich mir über meinen Händler kurzfristig einen Leih-Receiver, der sofort eine stabile Verbindung herstellt (die Kanalumschaltung ist allerdings nach wie vor immer wieder träge).

Den Defekt des Ersatzreceiver melde ich dem versendenden Servicecenter “DeTe Technischer Service” in Hannover schriftlich per Fax mit der Bitte um schnellen Tausch, da ich seit Wochen das Entertain TV Paket nicht nutzen kann. Das war am 13.01., Ergebnis: Keinerlei Reaktion.

Am 21.01. habe ich über die 01805-1990 die Hotline angerufen.

Zunächst hatte ich eine Speedport-Mann an der Strippe, der mich aber sofort mit einem für Entertain zuständigen Kollegen verbunden hat. Erste Feststellung war, dass in meinem Versorgungsgebiet aus Kapazitätsgründen die Verkabelungsstruktur auf eine Sternstruktur umgestellt wurde, allerdings die Software in der Vermittlungsstelle/Verteilern für meinen Anschluss nicht aktualisiert wurde (!!!). Das hat er dann binnen 3 Minuten nachgeholt und mit mir vereinbart, dass er mich um 18.00 Uhr anruft, wenn ich wieder Zuhause bin und mit ihm zusammen einige zusätzliche Prüfungen durchführen kann.

Zuhause durfte ich eine sofortige Verbesserung mit dem Leih-Receiver meines Händlers feststellen. Keinerlei Hänger mehr bei der Umschaltung zwischen den Programmen! Wenn also ein Kunde ein ähnliches Phänomen haben sollte, kann sich der Anruf bei der Hotline rentieren…

Der Rückruf erfolgte pünktlich.

Alle relevanten Einstellungen wurden gemeinsam durchgegangen. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Aktivierung der IPTV-Unterstützung auf Routerseite (war eingestellt). Nach mehreren unmotivierten Bootvorgängen war klar: Der Receiver ist defekt.

Es wird mir zugesagt, dass sofort ein Receiver an mich rausgeht; Vermerk: Ersatz von Ersatz. Drei Tage später ist der Ersatz-Ersatzreceiver da – und funktioniert inkl. der inzwischen schnellen Programmumschaltung! Allerdings gibt es nach wie vor immer mal wieder Hänger im laufenden TV-Betrieb. Eine Auffälligkeit zeigt sich bei meinem Router, der AVM Fritz!Box 7170 unter Erweiterten Einstellungen/Internet/DSL-Informationen:  COE, Forward Error Correction zeigt sehr hohe und ständig steigende Fehlerwerte, d.h. permanente Korrekturen von Übertragungsfehlern auf den ADSL-Komponenten in der Vermittlungsstelle (COE=Central Office Equipment). Sicherlich gibt es bei dieser Menge an Fehlerkorrekturen auch eine größere Zahl von Daten die nicht mehr korrigiert werden können und wiederholt werden müssen. Mitunter finden sich in den Logs auch kurzzeitige Verbindungsabbrüche zur Vermittlungsstelle.

In den nächsten beiden Tagen sinken die Fehlerwerte auf 0 und die Verbindungsabbrüche tauchen auch nicht mehr in den Logs auf.

Einige Tage später erhalte ich dann noch eine Zufriedensheitsumfrage per Telefon im Auftrag der Telekom. Die freundliche Dame kann nur zum letzten Serviceanruf Eintragungen vornehmen. Diesen kann ich sicherlich sehr positiv beurteilen (Danke Herr S.!), allerdings bleibt das ganze Ungemach, das zuvor abgelaufen ist, unnotiert.

Fazit: Die Problembehandlung durch die Hotline war gut bis sehr gut. Vom Servicecenter in Hannover hätte man sicherlich erwarten können, das zumindest eine Rückmeldung erfolgt und sei es nur, um mitzuteilen, dass man sich für die neuerlichen Schwierigkeiten entschuldigt und den Vorgang zur Bearbeitung an XY weitergeleitet hat. Warum trotz Möglichkeit zur zentralen Prüfung und Messung der Anschlüsse keine präventive Störungsbeseitigung vorgenommen wird und notwendige Softwareupdates, die die Hotline Remote durchführen konnte, nicht erfolgen, erschließt sich mir nicht. Selbst mit den bescheidenen Mitteln, die das Interface des Routers ermitteln kann, war zu ersehen, dass es Probleme auf dem Übertragungsweg gibt. Selbst bei einer zyklischen Auswertung in der Vermittlungsstelle hätte dies in einem Zeitraum von Monaten auffallen müssen. Das ist der beste Weg, Kunden zu verlieren, denn für den Kunden stellt sich das dann so dar, dass

  • er monatelang ein sporadisch gestörtes TV/Video hatte (sporadische Probleme sind schwer einzugrenzen),
  • bei Hardwareausfall 1 Monat verging, bis wieder ein funktionierender Receiver Zuhause stand, während gleichzeitig der Monatsbeitrag weiter fällig war
  • Die Gewährleistungs- und Ersatzgeräteabwicklung sehr holprig ablief
  • die Zufriedenheitsumfragen per Telefon durch die Wahl der Fragen nicht zum Kern des Problems vordringen und dass dies evtl. auch gar nicht erwünscht sein mag…

Wechsel des Webhosters

Creation date: 05-02-2011

Nach vielen Jahren mit sehr positiven Erfahrungen beim Internethosters all-inkl steht nun ein Wechsel des Webhosters an.

All-inkl hat bei Bedarf (was allerdings kaum der Fall war) guten Support geleistet, das Kundeninterface zur Einstellung der Konfiguration ist nicht schön, aber durchaus praktisch und gut bedienbar. Ausfallzeiten konnte ich 2010 keine feststellen und das Preis-/Leistungsverhältnis ist ganz sicher als gut zu bewerten.

Warum also wechseln?

In letzter Zeit habe ich mich mit verschiedenen Open-Source Projekten beschäftigt, die über die Programmiersprache PHP hinaus Python oder Ruby/Ruby-on-Rails erforderten. Während Python noch bei verschiedenen Hostern angeboten wird (leider nicht bei all-inkl), sieht es mit Ruby-on-Rails bei deutschen Hostern eher ungünstig aus, es sei denn man gönnt sich einen dedizierten oder virtuellen Server und nimmt hierfür entsprechend Geld in die Hand, sorgt selbst für die Einspielung, Konfiguration und im Nachgang permanent für die notwendigen Updates, Patches, Sicherheitseinstellungen. Das erschien mir zu aufwändig und für einen Einzelnen kaum zeitnah genug realisierbar. Aufgrund einer anderen rechtlichen Situation z.B. beim Datenschutz und bisheriger Erfahrungen mit der Zugriffsperformance wollte ich auch kein System außerhalb der EU nutzen. Sehr kleine und nicht etablierte Unternehmen habe ich ebenfalls ausgeschlossen, da diese zwar mit günstigen Preisen werben, aber oftmals keine ausreichend qualifizierten und erreichbaren Ressourcen zur Systembetreuung, -wartung, -einrichtung zur Verfügung haben und  recht schnell wieder vom Markt verschwinden oder aufgrund  ihres Wachstums an Qualität/Sicherheit einbüßen.

Welche Hoster kommen dann in Frage? Bei den vorgenannten Anforderungen waren es für mich:

  • Domainfactory, ManagedHosting
  • Webhostone, Webpakete Profi V2 oder Power V1,V2

Digitales Vergessen

Creation date: 05-02-2011

Nicht gewünschtes digitales Vergessen

Der Gegner der Langzeitarchivierung ist das digitale Vergessen. Speichermedien für digitale Inhalte sollen die Daten möglichst lange problemlos bereitstellen können, aber zumeist sind sie nur bedingt geeignet, die Daten auch nur für Jahrzehnte gesichert zu erhalten, sei es, weil die Medien die Daten verlieren oder für ältere Datenträger keine Lesegeräte oder Rechner mehr verfügbar sind, die in der Lage wären, die Datenformate zu lesen und zu interpretieren.

Gewünschtes digitales Vergessen

Im Internet ist oftmals das Gegenteil erwünscht. Daten sollen nach einer selbst definierbaren Zeit nicht mehr zugänglich sein: Nicht bei der ursprünglichen Quelle, aber auch nicht an anderer Stelle. Wie so üblich finden Forderungen irgendwann auch in der Politik Gehör und irgendein(e) Minister(in) proklamiert, dass er (Wahl-)Volkes Stimme vernommen hätte. Dann kommt sie oder er mit abstrusen Vorschlägen um die Ecke, wie sich das Problem regeln läßt. Wenn sich dann noch ein “Fachverständiger” findet, der ins gleiche Horn stößt und von der ministeriellen Unterstützung profitiert, dann ergießt sich kurze Zeit später ein ausgesprochener Murks über das Volk; in die Breite getragen durch viele Medien, die begierig Nachrichten aufnehmen und unreflektiert, ungeprüft verbreiten. Hierzu zählt als Paradebeispiel “der Digitale Radiergummi” von Frau Aigner mit der Firma X-pire. Selbst für Laien ist ersichtlich, dass sie mit Screenshots von Fotos und Speicherung an anderer Stelle den Mechanismus mit etwas manuellem Aufwand aushebeln können. Darüberhinaus weist das Verfahren ebenfalls sehr deutliche Schwächen auf, auch wenn ein fachverständiger Universitäts-Professor im Lehrstuhl für IT-Sicherheit und Kryptographie dieses propagiert:

Smartphone: Elektronisches Universalwerkzeug?

Creation date: 31-01-2011

Mechanische Universalwerkzeuge sind uns seit Jahren vertraut. Sie sind nicht optimiert und spezialisiert auf einen bestimmten Anwendungsfall. Dafür zeigen sie sich kompakt und multifunktional einsetzbar. Gibt es ein solches kompaktes multifunktionelles Universalwerkzeug auch für den elektronischen Bereich?

Es sieht so aus, als wäre das Smartphone (oder die etwas größere Schwester, das Tablet) auf dem besten Wege eine hohe Aufgabenvielfalt erfüllen zu können. Bereits jetzt ist es in vielen sehr unterschiedlichen Bereichen im Einsatz und es kommen immer weitere Anwendungsfälle hinzu:

  • Zeitmesser: Uhr, Wecker, Stoppuhr…
  • Ticketing: eParkticket, Ticket für öffentliche Verkehrsmittel, Eintrittskarte…
  • Bezahlsystem, (Um-)Buchungs- und Reservierungssystem
  • Identifikationsgerät: Ausweis, Zugangskontrolle, Türöffner, BDE…
  • Mobiler Internetbrowser
  • Fotoapparat, Videokamera
  • Diktiergerät, Taschenlampe, Notizzettel, Skizzenblock, Kalender
  • Messgerät: Wasserwaage, Kompass, GPS-Gerät, Bewegungssensor
  • Musicplayer, Videoplayer, TV-Gerät, Fernsteuerung für Receiver, Steuerung von Heimanlagen (Multimedia)
  • Navigationsgerät, elektronische Karte/Stadtplan
  • Fremdsprachen-Übersetzer
  • Sprachsteuerungsgerät, Spracherkenner mit Textausgabefunktion (Speech Recognition), Sprachausgabe
  • Kommunikationssystem: Instant Messenger, SMS, Mobiltelefon, SIP-Telefon, Skype-Telefon, Twitter-Client, e-mail …
  • Augmented Reality: Stadtführer, Fernsteuerungen…
  • Fernwartungssystem, MIS, Datentransfer- und Anzeigegerät für Fotos, Videos, Texte…, Quellsystem für Videobeamer, UMTS-Modem, WLAN-Hotspot…
  • Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations-, Präsentationssystem
  • Ortsabhängige Dienste: Wettervorhersage, Verkehrsmeldungen, Auskunftssystem für Verspätungen,  Sonderangebote
  • Schlafoptimierer…
  • Strichcode/QR/2D-Code-Scanner zum Abruf von Zusatzinformationen, zur Dateneingabe, zum Preisvergleich…

Bereit für IPv6?

Creation date: 09-01-2011

Das erste Quartal 2011 verspricht bereits die Umstellung von Netzwerken von IPv4 auf IPv6 notwendig zu machen. Beobachtet man die Zahlen von Hurricane Electric, so sagt deren Prognose, dass in 40 Tagen (zum Zeitpunkt der Artikelerstellung) keine neuen IPv4-Adressen zur Vergabe mehr zur Verfügung stehen werden:


Selbst wenn der Zeitpunkt noch später eintreten sollte (Pufferbereiche, Rückgabe freiwerdender Adressen), an dem keine neuen Geräte mehr mit öffentlichen IPv4-Adressen versorgt werden können, wird es höchste Zeit eine Erweiterung der Infrastruktur auf IPv6 zu planen, denn die beiden Versionen sind nicht miteinander kompatibel. Eine sukzessive Einführung ist hingegen möglich, da die Protokollversionen koexistieren können.

Interessant wird es, wenn wir uns die Auswertungen von RIPE bezüglich der IPv6 freigeschalteten Netzwerke anschauen. Danach sind es für Deutschland knapp über 20% und in USA etwas mehr als 18%, weltweit unter 8%. Auf was warten die Internet-Service-Provider (ISP)? Es sieht nach dem klassischen Problem des Wartens auf den Anderen aus. Die eine Gruppe meint, dass IPv6 noch keiner nutzen kann (die Hardware/Software noch nicht dafür ausgelegt ist), die andere Gruppe stellt fest, dass IPv6 noch keiner nutzt. Das ist dann der beste Weg, dass erstmals nichts passiert!

Es ist sicherlich richtig, dass es an der Nahtstelle zum Internet bei Einführung von IPv6 Probleme geben kann:

  • Hardware/Firmware ist nicht IPv6 fähig (Netzwerkkomponenten wie Router, Modems; Mobilgeräte, Sensoren,…). Wie kann die Hardware IPv6 kompatibel gemacht werden? Gibt es Updates? Wie kann migriert werden?
  • Applikations- und Zugangssoftware ist noch nicht auf IPv6 angepasst. Gibt es Updates? Gibt es alternative Software?
  • Server, Rechner, deren Betriebssystem oder Software unterstützen nicht IPv4 und IPv6. Gibt es Updates? Ist ein OS-Update möglich?

Auf die Notwendigkeit der Umstellung an sich, weist u.a. die RIPE seit geraumer Zeit mit Ihrer Internetsite http://www.ipv6actnow.org/ hin und bittet Firmen, ISPs, Regierungsstellen, die Umstellung rechtzeitig vorzubereiten und die Funktion ausreichend zu prüfen. Aber die Botschaft scheint wohl noch nicht überall angekommen zu sein.

Auch dem Privatnutzer von DSL-Routern, Kabelmodems u.a. Zugangstechnologien kann es passieren, dass die Hardware auch nach einem Firmware-/Treiberupdate kein IPv6 unterstützt. Da bleibt zu hoffen, dass die ISPs und die Hersteller rechtzeitig mitteilen, welche Hardware weiter nutzbar ist und ggf. ein günstiges Migrationsangebot unterbreiten – bevor eine Umstellung erfolgt.

Softwarequalität und Design von iPhone Apps

Creation date: 14-02-2010

Update 03-01-2011: Apple schafft es auch mit iOS 4.2.1 die Weckfunktion außer Funktion zu setzen. Bereits Ende Oktober 2010 gelang es anläßlich der Umstellung auf Winterzeit, die iPhone-Nutzer schlafen zu lassen. Damals waren wohl jene Kunden betroffen, die einen sich wiederholenden Alarm eingestellt hatten. Nun sollte man meinen, dass im Zuge dieser Problematik die Betriebssoftware ausreichend geprüft wurde, um eine Wiederholung nicht-klingelnder iPhones zu vermeiden. Dies war aber wohl nicht der Fall. Stattdessen durften sich diesmal Nutzer der Weckers ohne Wiederholungsoption zum Jahreswechsel an den Tagen vom 01.01. bis 03.01. über zusätzlichen Schlaf freuen – mich eingeschlossen. Danke Apple!

Update 05-08-2010: Twitter für iPhone (ehemals Tweetie) reiht sich in die Reihe der mangelhaft getesteten Apps ein und stürzt in der Version 3.0.2 permanent ab. Der Twitter-”Wal” gibt also auch auf dem iPhone seinen Einstand. Leider werden erwartungsgemäß nur noch Twitter und keine anderen Microblogs mehr unterstützt. Update 10-08-2010: Nach 5 Tagen startet mit der Version 3.0.3 wieder eine funktionierende Version. Und die Upgrade-Beschreibung enthält keinen erkennbaren Hinweis auf den Fix oder gar eine Entschuldigung an die Nutzer.

Für Microblogs von status.net/identi.ca muss auf eine andere App umgestiegen werden. Meteoric unterstützt diese Dienste und kann auch mehrere Accounts verwalten. Allerdings scheint bei mehreren Accounts immer nur die gleiche URL möglich zu sein. Wird diese an einer Stelle geändert, so ändert sich diese auch bei den anderen Accounts mit. Wenn schon Status.net in der Beschreibung erwähnt wird, dann sollten die Entwickler auch wissen, dass status.net selbst installiert werden und somit auch unter mehreren Domains abrufbar sein kann. Also kann ich mehrere Konten abrufen, muss mich aber für eine einzige Domain entscheiden. Und für Twitter ist dann eine weitere App notwendig. Dies ist klasse, weil mehrere Applikationen auf dem iPhone ja besonders gut gleichzeitig laufen…

Update 11-07-2010: Pocket Informant fällt erneut negativ auf. Die neue Version 1.50 lässt sich unter OS 3.1.3 nicht mehr starten. Erst das Update einige Tage später lässt den Zugriff auf die gespeicherten Daten wieder zu. Offensichtlich hat man aus dem Problem im Januar nichts hinsichtlich Qualitätstests gelernt, zumal man sich kaum darauf berufen kann, dass OS 3.1.3 eine alte Firmware wäre, denn iOS4 ist erst kurz verfügbar und für die iPhones der 1. und 2. Generation nicht (sinnvoll) nutzbar.

Pocket Informant läßt sich plötzlich am 15.01. nicht mehr starten. Nach Information des Herstellers wurde Beta-Code verwendet, der dafür sorgte, dass sich der Safari Browser öffnete, aber leider nicht mehr die Applikation. Glücklicherweise wurde im Browserfenster zumindest der Grund und die Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten angezeigt sowie ein Hinweis, dass das Update an Apple bereitgestellt wurde, aber noch auf die Freigabe warte. Dies dauerte dann auch noch einige Tage, die es mir erlaubte 2do zu testen (hierzu gibt es einen separaten Bericht). Da es sich bei Pocket Informant um eine Software handelt, die ich für meine persönliche Planung einsetze, war die Fehlfunktion besonders ärgerlich, da die anstehenden Termine und Aufgaben nun nicht mehr im Zugriff waren. Es gibt natürlich eine Datensicherung, aber die weitere Nutzung war nicht mehr sinnvoll gewährleistet, da die Termine beispielsweise separat vom iPhone Kalender geführt werden (was eine Einschränkung durch Apple darstellt).

Used Budget wird im Januar wieder einmal von Änderungen auf der T-Mobile Site überrascht und die Nutzer können ihre Tarifnutzungsdaten nicht mehr abrufen. Es handelt sich um das Katz-und-Maus-Spiel, das immer dann beginnt, wenn T-Mobile mal wieder die Internetsite mit den Daten modifiziert.
Mobile Butler ist ebenso betroffen, liefert Updates, hatte aber Wochen zuvor schon einmal entnervt verkündet, aufgrund der Änderungen von T-Mobile auf der Site und der generellen Erreichbarkeit der T-Mobile-Seite, die App nicht mehr weiter verkaufen zu wollen.
Eigentlich müßte für T-Mobile ein Interesse bestehen, die Vertragskunden mit Verbrauchsdaten zu versorgen. Nicht aus Sicht von Zusatzverbräuchen, die ja beispielsweise mit teuren 29ct. pro Gesprächsminute lukrativ (für T-Mobile) abgerechnet werden, aber hinsichtlich der Kundenzufriedenheit und -bindung. Warum benötigt die Site so oft Wartung? Warum gibt es Schwierigkeiten bei vielen Zugriffen? Warum wird kein geeigneter Zugang für Mobilgeräte bereitgestellt, der es den Kunden ermöglicht, sich zu informieren? Warum gibt es keine Software für das iPhone von T-Mobile? Und warum schaffen es die Hersteller der beiden wirklich guten Applikationen nicht, auf Änderungen von T-Mobile schneller zu reagieren? Beispielsweise durch eine separte Parameterdatei, die von der eigenen Internetsite heruntergeladen wird (falls dies durch Apple nicht verhindert wird…)?

my.tel liefert Anfang Februar ein Update aus, das nicht einmal auf iPhones ohne Jailbreak und mit aktuellem OS startet. Wie testet der Entwickler seine Software? Nur auf einem Emulator? Und wie gibt Apple Apps frei? Ein schwarzer Bildschirm nach dem Start der Software ist natürlich nicht schädlich, allerdings ein Problem für den Nutzer. Warum wird hier nicht zumindest die funktionierende Vorgängerversion wieder freigeschaltet? Auch das Firmware Upgrade auf 3.1.3 hat bei mir keinen Start der Applikation bewirkt, aber den Reviews nach zu urteilen, bin ich hier nicht allein.

Update 11-07-2010: Navigon stellt ein Update auf die Europa-Version 1.6 bereit. Das Update gestaltet sich auf einem 3G mit 8GB nach wie vor schwierig. Viele Applikationen und Daten müssen zuvor gelöscht werden. Erst als auf dem iPhone ein freier Speicher von 4,4GB !!! angezeigt wird, ist die Applikation bereit sich laden und installieren zu lassen.

Warum quälen (noch) teure Naviprogramme, wie Navigon, die über 1GB Größe aufweisen, Nutzer bei jedem Update mit Workarounds, wenn nicht die doppelte Kapazität an freiem Speicherplatz zur Verfügung steht? Warum können Applikation und Daten nicht voneinander getrennt bereitgestellt werden? Dann würde nur der Applikationsteil einen doppelten Speicherbedarf haben (Laden und dann die Installation). Die Daten müßten aber nur einmal geladen werden. Vielleicht gibt es da ja wieder einmal Restriktionen? Auf jeden Fall ist der Updateaufwand durch die notwendigen Workarounds hierdurch sehr gross.

Optimierte Anfahrtskizzen

Creation date: 12-12-2010

Werbeprospekte können ein Quell’ der Freude sein, insbesondere wenn neben den beworbenen Produkten noch zusätzliche wertvolle Informationen verzeichnet sind.


Wir erkennen, dass wir ganz leicht den Weg zur beworbenen Firma finden können. Das schauen wir uns gleich noch etwas genauer an…


Nach dieser Skizze ist das Ziel ja einfach zu finden. Oder doch nicht? Wurden hier etwa Ziffern und Buchstaben vor dem Druck noch entfernt?

Eine deutlich bessere Darstellung findet sich in aktuelleren Versionen des Werbeprospekts…

Wetterkapriolen?

Creation date: 05-12-2010

Wir wissen seit einiger Zeit, dass die Wettervorhersagen insbesondere für zurückliegende Zeiträume an Präzision zunehmen. Wahrscheinlich sorgt der Klimawandel dafür, dass selbst der aktuelle Witterungszustandsbericht wahre Wetterkapriolen aufweist.

Hier ein Beispiel auf dem iPhone mit der Navigon Software. Im Spätsommer wurde bei einer Außentemperatur von 17°C Nassschneefall gemeldet. Nun, ich wurde wirklich nass, empfand aber den Regen als durchaus warm…
Ein weiteres Beispiel lieferte auf dem iPhone WeatherPro. Bei einer Temperatur von -4°C soll die gefühlte Temperatur 17°C betragen haben, wohlgemerkt plus 17°C…

Einstieg in die RC Heli-Fliegerei (II)

Creation date: 21-11-2010

Wie im ersten Beitrag über die RC Heli-Fliegerei geschildert, machte ich mit dem Blade 120SR meine ersten Heli-Erfahrungen als Anfänger. Hierbei wollte sich das Erfolgserlebnis nicht so recht einstellen, da das Modell sehr direkt reagiert und bei Kollissionen mit allerlei Hindernissen die Zeit in der Luft stark reduzierte. Nachdem dann auch noch die Ersatzteilverfügbarkeit sehr zu wünschen übrig gelassen hat, entschloss ich mich dem Tipp des Fachhändlers nach einem Koax-Heli als Einstieg zu folgen.

Ich stöberte im Internet, ob es diesbezüglich Empfehlungen gab und wurde bei fpv-flieger fündig. Der LAMA V4 von E-Sky war schnell bestellt und ich orderte auch gleich ein paar Ersatzteile, was sich als guter Entschluss herausstellen sollte.

Das Erfolgserlebnis stellte sich hier schnell ein. Nach kurzer Zeit war es möglich, den Heli in Innenräumen fliegen zu lassen. Kollissionen blieben auch hier nicht aus, allerdings zeigte sich der LAMA träger bei Knüppelbewegungen. Bewegungen des Helis in eine nicht gewünschte Richtung können schnell korrigiert werden.

Was nicht Jedem gefallen wird, sind die zwei blinkenden LEDs unterhalb der Kabine sowie eine am Heck. Das ist aber sicherlich eine Geschmackssache. Durchgehend leuchtende LEDs im Kabinenbereich würden der Fähigkeit für Nachtflüge sicherlich steigern.

Schön ist die Ready-to-fly (RTF) Ausstattung mit allem, was zum Start Out-of-the-Box notwendig ist. Nach dem Laden des Akkus kann es losgehen und bei Bedarf steht auch noch ein Satz Ersatzrotorblätter zur Verfügung.

Bei den Flügen im Indoorbereich kam es zu Berührungen mit Einrichtungsgegenständen. Die Rotorblätter weisen anschließend kleine Kerben auf und nach einiger Zeit brechen die Blätter bei weiteren Kollissionen. Da der Koax zwei direkt übereinander liegende Rotorebenen aufweist, mit jeweils 2 Blättern und dabei alle Blätter Hindernisse berühren können, ist es empfehlenswert, insbesondere bei Bruch, die Rotorblätter immer paarweise auf einer Ebene zu tauschen. Hierdurch wird eine Unwucht vermieden. Die Blätter tragen die Kennzeichnung A (oben) und B (unten) entsprechend der Ebene für die diese vorgesehen sind.

Schwachpunkte

Das Heck hat sich bei mir als Schwachpunkt erwiesen. Hier sind insbesondere bei schnelleren Drehungen in der Luft oder am Boden im Falle von Stößen an Hindernisse im hinteren Bereichs des Hecks aufgrund des schwachen Kunststoffs und des kleinen Flügels (siehe Foto) Risse bzw. Abrisse zu erwarten. Die angebotenen Ersatz-Kabinenhauben scheinen hier besser konstruiert zu sein, verzichten aber auf die LED-Beleuchtung. Der Wechsel auf eine Ersatzhaube erfordert einige Montageaufwände, da die Originalhaube einteilig ausgeführt ist und die Rotorblätter, Paddelstange und das Landegestell sowie die drei Stecker für die Beleuchtung entfernt werden müssen. Die neue Kabinenhaube ist dafür 2-teilig und damit einfacher zu montieren oder für Einstellarbeiten zu entfernen.

Die Akkuaufnahme erfordert beim Einlegen des Akkus etwas Fingerspitzengefühl und beim Fliegen besteht Verrutschgefahr, selbst mit dem kleinen Klettband, das eigentlich zur Sicherung gedacht ist. Diese Schwierigkeiten sind nahezu weg, wenn eine andere Kabinenhaube montiert wird, da dann der Kunststoff der Haube die Akkuaufnahme eng umschließt.

Potential bietet auch die deutsche Bedienungsanleitung, die u.a. bei der Beschreibung des Akkuladens bei der Signalisierung einen Übersetzungsfehler enthält, der aber dank der englischen Version schnell korrigiert werden kann. Hier gehe ich davon aus, dass zumindest Übersetzungsfehler bald erledigt sein werden (vielleicht schon zum Zeitpunkt dieses Artikels…).

Das waren schon alle Kritikpunkte, die aber einfach über eine Ersatzkabinenhaube und das Lesen der englischsprachigen Bedienungsanleitung gelöst werden können.

Flugerfahrungen

Das Fliegen macht wirklich Spass und nach einiger Übung kann man den Hubschrauber durch das Wohnzimmer sausen lassen oder Treppenhäuser und Wohnungen damit “erkunden” – manchmal zur “besonderen Freude” der Mitbewohner zumal der Heli nicht vollständig geräuschlos unterwegs ist, Blätter und Zettel aufwirbelt, permanent das Risiko der Beschädigung von wertvollen Gegenständen gesehen wird und bisher saubere Flächen dank der Verwirbelungen beim Fliegen anschließend staubig aussehen.

Der Heli hat ohne jeglichen Einstellungsänderungen beim Erstflug einen sauberen Schwebeflug ermöglicht. Hierfür war er lediglich zügig auf 1m Höhe zu bringen, da dann der Bodeneffekt (Verwirbelungen) nicht mehr auf den Heli wirkt.

Dennoch werden wohl irgendwann Korrekturen der Einstellungen erforderlich, wenn ohne zusätzliche Knüppelbewegungen kein Schwebeflug mehr möglich ist. Bei kleineren Bewegungen lassen sich diese oftmals am Sender wegtrimmen. Zieht der Heli deutlich zur Seite, nach vorne oder hinten, dann sollte die Stellung der Servostangen im Bereich der Taumelscheibe kontrolliert werden. Bei Bedarf einfach die Stangen aus den Kugelgelenken der Taumelscheibe ziehen und das Gestänge drehen bis ein Ausgleich erfolgt ist (oftmals 1-2 Drehungen). Gestänge wieder auf das Kugelgelenk einrasten und austesten. Bei Bedarf erneut korrigieren. Bei stärkerem Drehen um die Hochachse muss am Gyro mit einem Schraubendreher das Proportional-Rädchen nachgestellt werden damit die gegenläufigen Rotorebenenen wieder auf die gleiche Geschwindigkeit kommen. Hier liegen die Korrekturen am Gyro i.d.R bei wenigen Grad. Es empfiehlt sich aufgrund des geringen Verstellwinkels, den Ursprungszustand zu markieren oder einfach zu fotografieren, um bei Bedarf die letzte Einstellung wieder zurück nehmen zu können. Die Trimmung am Sender sollte vor den Einstellarbeiten auf die Mittelstellung gebracht werden und nach jeder Neueinstellung muss der Akku abgezogen und neu angeschlossen werden, da hierdurch eine Neuinitialisierung erfolgt. Die Einstellarbeiten des Gyros erfordern allerdings einiges Fingerspitzengefühl.

Ersatzteile und Tuningteile

Als Ersatzteile würde ich drei Sätze Rotorblätter (jeweils für Ebene A und B), eine Ersatzkabinenhaube/Rumpfzelle (gibt es in silber und blau) sowie mindestens ein Ersatzakku ordern. Letzterer hilft dabei, die Ladezeiten durch weitere Flugeinlagen zu überbrücken.

Darüberhinaus werden auch noch Tuningteile angeboten, die ich aber bislang nicht ausprobiert habe. Dass ich das tun werde, glaube ich nicht, da für mich mehr dafür spricht, auf ein anderes FP/CP-Modell zu wechseln, um weitere Erfahrungen zu sammeln.

Flugsimulator

Der Sender kann per mitgeliefertem USB-Kabel an den PC angeschlossen werden und als Controller für den FMS Flugsimulator genutzt werden. Freude bereitet hier das auf der CD enthaltene Video zur Einstellung und Nutzung des Senders mit dem Simulator in Landessprache des Herstellers. Anhand der Bildschirmeinblendungen (Pause-Taste!) lassen sich aber die notwendigen Konfigurationseinstellungen für den Simulatorbetrieb vornehmen.

Fazit

Den Koax-Heli Lama V4 kann ich als Einstiegs-Heli empfehlen. Dank des günstigen Preises, der Verfügbarkeit und der geringen Kosten von Ersatzteilen sowie der vollständigen Ausstattung des RTF-Paketes ist der Heli sicherlich für Anfänger zum Schnuppern im RC-Heli-Bereich eine klare Empfehlung. Die gutmütigen Flugeigenschaften und die Möglichkeit mit einem einfachen Simulator sich auch noch einige andere Modelle anzuschauen, sind hier ebenfalls Pluspunkte.