Rainer Wanner: Personal Blog

Digitales Vergessen

Creation date: 05-02-2011

Nicht gewünschtes digitales Vergessen

Der Gegner der Langzeitarchivierung ist das digitale Vergessen. Speichermedien für digitale Inhalte sollen die Daten möglichst lange problemlos bereitstellen können, aber zumeist sind sie nur bedingt geeignet, die Daten auch nur für Jahrzehnte gesichert zu erhalten, sei es, weil die Medien die Daten verlieren oder für ältere Datenträger keine Lesegeräte oder Rechner mehr verfügbar sind, die in der Lage wären, die Datenformate zu lesen und zu interpretieren.

Gewünschtes digitales Vergessen

Im Internet ist oftmals das Gegenteil erwünscht. Daten sollen nach einer selbst definierbaren Zeit nicht mehr zugänglich sein: Nicht bei der ursprünglichen Quelle, aber auch nicht an anderer Stelle. Wie so üblich finden Forderungen irgendwann auch in der Politik Gehör und irgendein(e) Minister(in) proklamiert, dass er (Wahl-)Volkes Stimme vernommen hätte. Dann kommt sie oder er mit abstrusen Vorschlägen um die Ecke, wie sich das Problem regeln läßt. Wenn sich dann noch ein “Fachverständiger” findet, der ins gleiche Horn stößt und von der ministeriellen Unterstützung profitiert, dann ergießt sich kurze Zeit später ein ausgesprochener Murks über das Volk; in die Breite getragen durch viele Medien, die begierig Nachrichten aufnehmen und unreflektiert, ungeprüft verbreiten. Hierzu zählt als Paradebeispiel “der Digitale Radiergummi” von Frau Aigner mit der Firma X-pire. Selbst für Laien ist ersichtlich, dass sie mit Screenshots von Fotos und Speicherung an anderer Stelle den Mechanismus mit etwas manuellem Aufwand aushebeln können. Darüberhinaus weist das Verfahren ebenfalls sehr deutliche Schwächen auf, auch wenn ein fachverständiger Universitäts-Professor im Lehrstuhl für IT-Sicherheit und Kryptographie dieses propagiert:

Smartphone: Elektronisches Universalwerkzeug?

Creation date: 31-01-2011

Mechanische Universalwerkzeuge sind uns seit Jahren vertraut. Sie sind nicht optimiert und spezialisiert auf einen bestimmten Anwendungsfall. Dafür zeigen sie sich kompakt und multifunktional einsetzbar. Gibt es ein solches kompaktes multifunktionelles Universalwerkzeug auch für den elektronischen Bereich?

Es sieht so aus, als wäre das Smartphone (oder die etwas größere Schwester, das Tablet) auf dem besten Wege eine hohe Aufgabenvielfalt erfüllen zu können. Bereits jetzt ist es in vielen sehr unterschiedlichen Bereichen im Einsatz und es kommen immer weitere Anwendungsfälle hinzu:

  • Zeitmesser: Uhr, Wecker, Stoppuhr…
  • Ticketing: eParkticket, Ticket für öffentliche Verkehrsmittel, Eintrittskarte…
  • Bezahlsystem, (Um-)Buchungs- und Reservierungssystem
  • Identifikationsgerät: Ausweis, Zugangskontrolle, Türöffner, BDE…
  • Mobiler Internetbrowser
  • Fotoapparat, Videokamera
  • Diktiergerät, Taschenlampe, Notizzettel, Skizzenblock, Kalender
  • Messgerät: Wasserwaage, Kompass, GPS-Gerät, Bewegungssensor
  • Musicplayer, Videoplayer, TV-Gerät, Fernsteuerung für Receiver, Steuerung von Heimanlagen (Multimedia)
  • Navigationsgerät, elektronische Karte/Stadtplan
  • Fremdsprachen-Übersetzer
  • Sprachsteuerungsgerät, Spracherkenner mit Textausgabefunktion (Speech Recognition), Sprachausgabe
  • Kommunikationssystem: Instant Messenger, SMS, Mobiltelefon, SIP-Telefon, Skype-Telefon, Twitter-Client, e-mail …
  • Augmented Reality: Stadtführer, Fernsteuerungen…
  • Fernwartungssystem, MIS, Datentransfer- und Anzeigegerät für Fotos, Videos, Texte…, Quellsystem für Videobeamer, UMTS-Modem, WLAN-Hotspot…
  • Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations-, Präsentationssystem
  • Ortsabhängige Dienste: Wettervorhersage, Verkehrsmeldungen, Auskunftssystem für Verspätungen,  Sonderangebote
  • Schlafoptimierer…
  • Strichcode/QR/2D-Code-Scanner zum Abruf von Zusatzinformationen, zur Dateneingabe, zum Preisvergleich…

Bereit für IPv6?

Creation date: 09-01-2011

Das erste Quartal 2011 verspricht bereits die Umstellung von Netzwerken von IPv4 auf IPv6 notwendig zu machen. Beobachtet man die Zahlen von Hurricane Electric, so sagt deren Prognose, dass in 40 Tagen (zum Zeitpunkt der Artikelerstellung) keine neuen IPv4-Adressen zur Vergabe mehr zur Verfügung stehen werden:


Selbst wenn der Zeitpunkt noch später eintreten sollte (Pufferbereiche, Rückgabe freiwerdender Adressen), an dem keine neuen Geräte mehr mit öffentlichen IPv4-Adressen versorgt werden können, wird es höchste Zeit eine Erweiterung der Infrastruktur auf IPv6 zu planen, denn die beiden Versionen sind nicht miteinander kompatibel. Eine sukzessive Einführung ist hingegen möglich, da die Protokollversionen koexistieren können.

Interessant wird es, wenn wir uns die Auswertungen von RIPE bezüglich der IPv6 freigeschalteten Netzwerke anschauen. Danach sind es für Deutschland knapp über 20% und in USA etwas mehr als 18%, weltweit unter 8%. Auf was warten die Internet-Service-Provider (ISP)? Es sieht nach dem klassischen Problem des Wartens auf den Anderen aus. Die eine Gruppe meint, dass IPv6 noch keiner nutzen kann (die Hardware/Software noch nicht dafür ausgelegt ist), die andere Gruppe stellt fest, dass IPv6 noch keiner nutzt. Das ist dann der beste Weg, dass erstmals nichts passiert!

Es ist sicherlich richtig, dass es an der Nahtstelle zum Internet bei Einführung von IPv6 Probleme geben kann:

  • Hardware/Firmware ist nicht IPv6 fähig (Netzwerkkomponenten wie Router, Modems; Mobilgeräte, Sensoren,…). Wie kann die Hardware IPv6 kompatibel gemacht werden? Gibt es Updates? Wie kann migriert werden?
  • Applikations- und Zugangssoftware ist noch nicht auf IPv6 angepasst. Gibt es Updates? Gibt es alternative Software?
  • Server, Rechner, deren Betriebssystem oder Software unterstützen nicht IPv4 und IPv6. Gibt es Updates? Ist ein OS-Update möglich?

Auf die Notwendigkeit der Umstellung an sich, weist u.a. die RIPE seit geraumer Zeit mit Ihrer Internetsite http://www.ipv6actnow.org/ hin und bittet Firmen, ISPs, Regierungsstellen, die Umstellung rechtzeitig vorzubereiten und die Funktion ausreichend zu prüfen. Aber die Botschaft scheint wohl noch nicht überall angekommen zu sein.

Auch dem Privatnutzer von DSL-Routern, Kabelmodems u.a. Zugangstechnologien kann es passieren, dass die Hardware auch nach einem Firmware-/Treiberupdate kein IPv6 unterstützt. Da bleibt zu hoffen, dass die ISPs und die Hersteller rechtzeitig mitteilen, welche Hardware weiter nutzbar ist und ggf. ein günstiges Migrationsangebot unterbreiten – bevor eine Umstellung erfolgt.

Softwarequalität und Design von iPhone Apps

Creation date: 14-02-2010

Update 03-01-2011: Apple schafft es auch mit iOS 4.2.1 die Weckfunktion außer Funktion zu setzen. Bereits Ende Oktober 2010 gelang es anläßlich der Umstellung auf Winterzeit, die iPhone-Nutzer schlafen zu lassen. Damals waren wohl jene Kunden betroffen, die einen sich wiederholenden Alarm eingestellt hatten. Nun sollte man meinen, dass im Zuge dieser Problematik die Betriebssoftware ausreichend geprüft wurde, um eine Wiederholung nicht-klingelnder iPhones zu vermeiden. Dies war aber wohl nicht der Fall. Stattdessen durften sich diesmal Nutzer der Weckers ohne Wiederholungsoption zum Jahreswechsel an den Tagen vom 01.01. bis 03.01. über zusätzlichen Schlaf freuen – mich eingeschlossen. Danke Apple!

Update 05-08-2010: Twitter für iPhone (ehemals Tweetie) reiht sich in die Reihe der mangelhaft getesteten Apps ein und stürzt in der Version 3.0.2 permanent ab. Der Twitter-”Wal” gibt also auch auf dem iPhone seinen Einstand. Leider werden erwartungsgemäß nur noch Twitter und keine anderen Microblogs mehr unterstützt. Update 10-08-2010: Nach 5 Tagen startet mit der Version 3.0.3 wieder eine funktionierende Version. Und die Upgrade-Beschreibung enthält keinen erkennbaren Hinweis auf den Fix oder gar eine Entschuldigung an die Nutzer.

Für Microblogs von status.net/identi.ca muss auf eine andere App umgestiegen werden. Meteoric unterstützt diese Dienste und kann auch mehrere Accounts verwalten. Allerdings scheint bei mehreren Accounts immer nur die gleiche URL möglich zu sein. Wird diese an einer Stelle geändert, so ändert sich diese auch bei den anderen Accounts mit. Wenn schon Status.net in der Beschreibung erwähnt wird, dann sollten die Entwickler auch wissen, dass status.net selbst installiert werden und somit auch unter mehreren Domains abrufbar sein kann. Also kann ich mehrere Konten abrufen, muss mich aber für eine einzige Domain entscheiden. Und für Twitter ist dann eine weitere App notwendig. Dies ist klasse, weil mehrere Applikationen auf dem iPhone ja besonders gut gleichzeitig laufen…

Update 11-07-2010: Pocket Informant fällt erneut negativ auf. Die neue Version 1.50 lässt sich unter OS 3.1.3 nicht mehr starten. Erst das Update einige Tage später lässt den Zugriff auf die gespeicherten Daten wieder zu. Offensichtlich hat man aus dem Problem im Januar nichts hinsichtlich Qualitätstests gelernt, zumal man sich kaum darauf berufen kann, dass OS 3.1.3 eine alte Firmware wäre, denn iOS4 ist erst kurz verfügbar und für die iPhones der 1. und 2. Generation nicht (sinnvoll) nutzbar.

Pocket Informant läßt sich plötzlich am 15.01. nicht mehr starten. Nach Information des Herstellers wurde Beta-Code verwendet, der dafür sorgte, dass sich der Safari Browser öffnete, aber leider nicht mehr die Applikation. Glücklicherweise wurde im Browserfenster zumindest der Grund und die Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten angezeigt sowie ein Hinweis, dass das Update an Apple bereitgestellt wurde, aber noch auf die Freigabe warte. Dies dauerte dann auch noch einige Tage, die es mir erlaubte 2do zu testen (hierzu gibt es einen separaten Bericht). Da es sich bei Pocket Informant um eine Software handelt, die ich für meine persönliche Planung einsetze, war die Fehlfunktion besonders ärgerlich, da die anstehenden Termine und Aufgaben nun nicht mehr im Zugriff waren. Es gibt natürlich eine Datensicherung, aber die weitere Nutzung war nicht mehr sinnvoll gewährleistet, da die Termine beispielsweise separat vom iPhone Kalender geführt werden (was eine Einschränkung durch Apple darstellt).

Used Budget wird im Januar wieder einmal von Änderungen auf der T-Mobile Site überrascht und die Nutzer können ihre Tarifnutzungsdaten nicht mehr abrufen. Es handelt sich um das Katz-und-Maus-Spiel, das immer dann beginnt, wenn T-Mobile mal wieder die Internetsite mit den Daten modifiziert.
Mobile Butler ist ebenso betroffen, liefert Updates, hatte aber Wochen zuvor schon einmal entnervt verkündet, aufgrund der Änderungen von T-Mobile auf der Site und der generellen Erreichbarkeit der T-Mobile-Seite, die App nicht mehr weiter verkaufen zu wollen.
Eigentlich müßte für T-Mobile ein Interesse bestehen, die Vertragskunden mit Verbrauchsdaten zu versorgen. Nicht aus Sicht von Zusatzverbräuchen, die ja beispielsweise mit teuren 29ct. pro Gesprächsminute lukrativ (für T-Mobile) abgerechnet werden, aber hinsichtlich der Kundenzufriedenheit und -bindung. Warum benötigt die Site so oft Wartung? Warum gibt es Schwierigkeiten bei vielen Zugriffen? Warum wird kein geeigneter Zugang für Mobilgeräte bereitgestellt, der es den Kunden ermöglicht, sich zu informieren? Warum gibt es keine Software für das iPhone von T-Mobile? Und warum schaffen es die Hersteller der beiden wirklich guten Applikationen nicht, auf Änderungen von T-Mobile schneller zu reagieren? Beispielsweise durch eine separte Parameterdatei, die von der eigenen Internetsite heruntergeladen wird (falls dies durch Apple nicht verhindert wird…)?

my.tel liefert Anfang Februar ein Update aus, das nicht einmal auf iPhones ohne Jailbreak und mit aktuellem OS startet. Wie testet der Entwickler seine Software? Nur auf einem Emulator? Und wie gibt Apple Apps frei? Ein schwarzer Bildschirm nach dem Start der Software ist natürlich nicht schädlich, allerdings ein Problem für den Nutzer. Warum wird hier nicht zumindest die funktionierende Vorgängerversion wieder freigeschaltet? Auch das Firmware Upgrade auf 3.1.3 hat bei mir keinen Start der Applikation bewirkt, aber den Reviews nach zu urteilen, bin ich hier nicht allein.

Update 11-07-2010: Navigon stellt ein Update auf die Europa-Version 1.6 bereit. Das Update gestaltet sich auf einem 3G mit 8GB nach wie vor schwierig. Viele Applikationen und Daten müssen zuvor gelöscht werden. Erst als auf dem iPhone ein freier Speicher von 4,4GB !!! angezeigt wird, ist die Applikation bereit sich laden und installieren zu lassen.

Warum quälen (noch) teure Naviprogramme, wie Navigon, die über 1GB Größe aufweisen, Nutzer bei jedem Update mit Workarounds, wenn nicht die doppelte Kapazität an freiem Speicherplatz zur Verfügung steht? Warum können Applikation und Daten nicht voneinander getrennt bereitgestellt werden? Dann würde nur der Applikationsteil einen doppelten Speicherbedarf haben (Laden und dann die Installation). Die Daten müßten aber nur einmal geladen werden. Vielleicht gibt es da ja wieder einmal Restriktionen? Auf jeden Fall ist der Updateaufwand durch die notwendigen Workarounds hierdurch sehr gross.

Optimierte Anfahrtskizzen

Creation date: 12-12-2010

Werbeprospekte können ein Quell’ der Freude sein, insbesondere wenn neben den beworbenen Produkten noch zusätzliche wertvolle Informationen verzeichnet sind.


Wir erkennen, dass wir ganz leicht den Weg zur beworbenen Firma finden können. Das schauen wir uns gleich noch etwas genauer an…


Nach dieser Skizze ist das Ziel ja einfach zu finden. Oder doch nicht? Wurden hier etwa Ziffern und Buchstaben vor dem Druck noch entfernt?

Eine deutlich bessere Darstellung findet sich in aktuelleren Versionen des Werbeprospekts…

Wetterkapriolen?

Creation date: 05-12-2010

Wir wissen seit einiger Zeit, dass die Wettervorhersagen insbesondere für zurückliegende Zeiträume an Präzision zunehmen. Wahrscheinlich sorgt der Klimawandel dafür, dass selbst der aktuelle Witterungszustandsbericht wahre Wetterkapriolen aufweist.

Hier ein Beispiel auf dem iPhone mit der Navigon Software. Im Spätsommer wurde bei einer Außentemperatur von 17°C Nassschneefall gemeldet. Nun, ich wurde wirklich nass, empfand aber den Regen als durchaus warm…
Ein weiteres Beispiel lieferte auf dem iPhone WeatherPro. Bei einer Temperatur von -4°C soll die gefühlte Temperatur 17°C betragen haben, wohlgemerkt plus 17°C…

Einstieg in die RC Heli-Fliegerei (II)

Creation date: 21-11-2010

Wie im ersten Beitrag über die RC Heli-Fliegerei geschildert, machte ich mit dem Blade 120SR meine ersten Heli-Erfahrungen als Anfänger. Hierbei wollte sich das Erfolgserlebnis nicht so recht einstellen, da das Modell sehr direkt reagiert und bei Kollissionen mit allerlei Hindernissen die Zeit in der Luft stark reduzierte. Nachdem dann auch noch die Ersatzteilverfügbarkeit sehr zu wünschen übrig gelassen hat, entschloss ich mich dem Tipp des Fachhändlers nach einem Koax-Heli als Einstieg zu folgen.

Ich stöberte im Internet, ob es diesbezüglich Empfehlungen gab und wurde bei fpv-flieger fündig. Der LAMA V4 von E-Sky war schnell bestellt und ich orderte auch gleich ein paar Ersatzteile, was sich als guter Entschluss herausstellen sollte.

Das Erfolgserlebnis stellte sich hier schnell ein. Nach kurzer Zeit war es möglich, den Heli in Innenräumen fliegen zu lassen. Kollissionen blieben auch hier nicht aus, allerdings zeigte sich der LAMA träger bei Knüppelbewegungen. Bewegungen des Helis in eine nicht gewünschte Richtung können schnell korrigiert werden.

Was nicht Jedem gefallen wird, sind die zwei blinkenden LEDs unterhalb der Kabine sowie eine am Heck. Das ist aber sicherlich eine Geschmackssache. Durchgehend leuchtende LEDs im Kabinenbereich würden der Fähigkeit für Nachtflüge sicherlich steigern.

Schön ist die Ready-to-fly (RTF) Ausstattung mit allem, was zum Start Out-of-the-Box notwendig ist. Nach dem Laden des Akkus kann es losgehen und bei Bedarf steht auch noch ein Satz Ersatzrotorblätter zur Verfügung.

Bei den Flügen im Indoorbereich kam es zu Berührungen mit Einrichtungsgegenständen. Die Rotorblätter weisen anschließend kleine Kerben auf und nach einiger Zeit brechen die Blätter bei weiteren Kollissionen. Da der Koax zwei direkt übereinander liegende Rotorebenen aufweist, mit jeweils 2 Blättern und dabei alle Blätter Hindernisse berühren können, ist es empfehlenswert, insbesondere bei Bruch, die Rotorblätter immer paarweise auf einer Ebene zu tauschen. Hierdurch wird eine Unwucht vermieden. Die Blätter tragen die Kennzeichnung A (oben) und B (unten) entsprechend der Ebene für die diese vorgesehen sind.

Schwachpunkte

Das Heck hat sich bei mir als Schwachpunkt erwiesen. Hier sind insbesondere bei schnelleren Drehungen in der Luft oder am Boden im Falle von Stößen an Hindernisse im hinteren Bereichs des Hecks aufgrund des schwachen Kunststoffs und des kleinen Flügels (siehe Foto) Risse bzw. Abrisse zu erwarten. Die angebotenen Ersatz-Kabinenhauben scheinen hier besser konstruiert zu sein, verzichten aber auf die LED-Beleuchtung. Der Wechsel auf eine Ersatzhaube erfordert einige Montageaufwände, da die Originalhaube einteilig ausgeführt ist und die Rotorblätter, Paddelstange und das Landegestell sowie die drei Stecker für die Beleuchtung entfernt werden müssen. Die neue Kabinenhaube ist dafür 2-teilig und damit einfacher zu montieren oder für Einstellarbeiten zu entfernen.

Die Akkuaufnahme erfordert beim Einlegen des Akkus etwas Fingerspitzengefühl und beim Fliegen besteht Verrutschgefahr, selbst mit dem kleinen Klettband, das eigentlich zur Sicherung gedacht ist. Diese Schwierigkeiten sind nahezu weg, wenn eine andere Kabinenhaube montiert wird, da dann der Kunststoff der Haube die Akkuaufnahme eng umschließt.

Potential bietet auch die deutsche Bedienungsanleitung, die u.a. bei der Beschreibung des Akkuladens bei der Signalisierung einen Übersetzungsfehler enthält, der aber dank der englischen Version schnell korrigiert werden kann. Hier gehe ich davon aus, dass zumindest Übersetzungsfehler bald erledigt sein werden (vielleicht schon zum Zeitpunkt dieses Artikels…).

Das waren schon alle Kritikpunkte, die aber einfach über eine Ersatzkabinenhaube und das Lesen der englischsprachigen Bedienungsanleitung gelöst werden können.

Flugerfahrungen

Das Fliegen macht wirklich Spass und nach einiger Übung kann man den Hubschrauber durch das Wohnzimmer sausen lassen oder Treppenhäuser und Wohnungen damit “erkunden” – manchmal zur “besonderen Freude” der Mitbewohner zumal der Heli nicht vollständig geräuschlos unterwegs ist, Blätter und Zettel aufwirbelt, permanent das Risiko der Beschädigung von wertvollen Gegenständen gesehen wird und bisher saubere Flächen dank der Verwirbelungen beim Fliegen anschließend staubig aussehen.

Der Heli hat ohne jeglichen Einstellungsänderungen beim Erstflug einen sauberen Schwebeflug ermöglicht. Hierfür war er lediglich zügig auf 1m Höhe zu bringen, da dann der Bodeneffekt (Verwirbelungen) nicht mehr auf den Heli wirkt.

Dennoch werden wohl irgendwann Korrekturen der Einstellungen erforderlich, wenn ohne zusätzliche Knüppelbewegungen kein Schwebeflug mehr möglich ist. Bei kleineren Bewegungen lassen sich diese oftmals am Sender wegtrimmen. Zieht der Heli deutlich zur Seite, nach vorne oder hinten, dann sollte die Stellung der Servostangen im Bereich der Taumelscheibe kontrolliert werden. Bei Bedarf einfach die Stangen aus den Kugelgelenken der Taumelscheibe ziehen und das Gestänge drehen bis ein Ausgleich erfolgt ist (oftmals 1-2 Drehungen). Gestänge wieder auf das Kugelgelenk einrasten und austesten. Bei Bedarf erneut korrigieren. Bei stärkerem Drehen um die Hochachse muss am Gyro mit einem Schraubendreher das Proportional-Rädchen nachgestellt werden damit die gegenläufigen Rotorebenenen wieder auf die gleiche Geschwindigkeit kommen. Hier liegen die Korrekturen am Gyro i.d.R bei wenigen Grad. Es empfiehlt sich aufgrund des geringen Verstellwinkels, den Ursprungszustand zu markieren oder einfach zu fotografieren, um bei Bedarf die letzte Einstellung wieder zurück nehmen zu können. Die Trimmung am Sender sollte vor den Einstellarbeiten auf die Mittelstellung gebracht werden und nach jeder Neueinstellung muss der Akku abgezogen und neu angeschlossen werden, da hierdurch eine Neuinitialisierung erfolgt. Die Einstellarbeiten des Gyros erfordern allerdings einiges Fingerspitzengefühl.

Ersatzteile und Tuningteile

Als Ersatzteile würde ich drei Sätze Rotorblätter (jeweils für Ebene A und B), eine Ersatzkabinenhaube/Rumpfzelle (gibt es in silber und blau) sowie mindestens ein Ersatzakku ordern. Letzterer hilft dabei, die Ladezeiten durch weitere Flugeinlagen zu überbrücken.

Darüberhinaus werden auch noch Tuningteile angeboten, die ich aber bislang nicht ausprobiert habe. Dass ich das tun werde, glaube ich nicht, da für mich mehr dafür spricht, auf ein anderes FP/CP-Modell zu wechseln, um weitere Erfahrungen zu sammeln.

Flugsimulator

Der Sender kann per mitgeliefertem USB-Kabel an den PC angeschlossen werden und als Controller für den FMS Flugsimulator genutzt werden. Freude bereitet hier das auf der CD enthaltene Video zur Einstellung und Nutzung des Senders mit dem Simulator in Landessprache des Herstellers. Anhand der Bildschirmeinblendungen (Pause-Taste!) lassen sich aber die notwendigen Konfigurationseinstellungen für den Simulatorbetrieb vornehmen.

Fazit

Den Koax-Heli Lama V4 kann ich als Einstiegs-Heli empfehlen. Dank des günstigen Preises, der Verfügbarkeit und der geringen Kosten von Ersatzteilen sowie der vollständigen Ausstattung des RTF-Paketes ist der Heli sicherlich für Anfänger zum Schnuppern im RC-Heli-Bereich eine klare Empfehlung. Die gutmütigen Flugeigenschaften und die Möglichkeit mit einem einfachen Simulator sich auch noch einige andere Modelle anzuschauen, sind hier ebenfalls Pluspunkte.

iPhone durch die Telekom freischalten lassen

Creation date: 30-10-2010

Die Telekom hat die iPhones mit Vertragsbindung mit einem SIM-Lock versehen. Da dies vertraglich für die 24 Monate Laufzeit vereinbart wurde, war ich nun gespannt, wie es mit der Freischaltung nach den 2 Jahren funktionieren würde.

Zunächst einmal hat sich die Telekom entschlossen, keinen Automatismus dafür zu verwenden. Eine Freischaltung erfolgt nur nach expliziter Beauftragung an die Telekom/T-Mobile durch den Kunden, was durch die Nutzung der Rufnummer 2202 vom iPhone aus geschehen kann. Aufgrund diverser Berichte im Internet und aufgrund des Umstandes, dass aufgrund eines defekten WLAN-Moduls ein Gewährleistungstausch stattgefunden hat, habe ich mich für die Schriftform entschieden.

  • Nach meiner schriftlichen Kündigung per Einschreiben wurde das Vertragsende für den 23.10.2010 bestätigt.
  • Am 10.10.2010 bat ich ebenfalls in Schriftform darum, dass mein iPhone zum Laufzeitende freigeschaltet wird. Hierbei habe ich alle Vertragsdaten, die alte IMEI-Nummer und auch die neue IMEI angegeben, mit dem Hinweis, dass ein Gewährleistungstausch durch den Dienstleister der Telekom stattgefunden hat.
  • Am 23.10.2010 wurde pünktlich die SIM-Karte deaktiviert, allerdings war das iPhone nach dem Verbinden mit iTunes und Update mit neuer SIM-Karte nicht nutzbar.
  • Nachdem bislang keine Reaktion auf mein Schreiben bzgl. der Freischaltung erfolgt war, wandte ich mich am 24.10.2010 per e-mail unter der Adresse “kundenservice(at)t-mobile.de” an den Kundenservice und bat freundlich um Klärung des Sachverhaltes, da für mich nicht ersichtlich war, ob es nur eine Verzögerung gab, oder aber noch keine Vormerkung für die Freischaltung durchgeführt wurde. Die Vertragsdaten, IMEIs und das Schreiben, auf das ich mich bezog, hatte ich als Anlage natürlich beigefügt. Sofort kam die automatisierte Antwort, dass man den Eingang meiner E-mail registriert hätte und sich sofort um mein Anliegen kümmern werde.
  • Die automatisierte Antwort bewerte ich als zutreffend, denn am 27.10.2010 erhielt ich eine Antwort, dass noch Unterlagen fehlen würden und die genannte IMEI noch keine 24 Monate alt wäre, es aber sein könnte, dass ein Gewährleistungstausch erfolgt wäre. Für diesen Fall bräuchte man noch per e-mail oder Fax den Tauschbeleg. Danach würde man den Entsperrwunsch an Apple weiterleiten.
  • Da ich dienstlich unterwegs war, konnte ich den Tauschbeleg erst am 29.10.2010 per e-mail an den Kundenservice schicken, ebenfalls mit meinen Kundendaten und den betreffenden IMEIs.
  • Am 01.11.2010 war es soweit. Nach Anschluss des iPhones an iTunes erschien die Entsperr-Meldung.

Fazit: Eine automatisierte Entsperrung wäre sicherlich der einfachere Weg für die Kunden und auch für die Telekom. Aber die Entsperrung konnte angesichts des Gewährleistungstauschs mit vertretbarem Aufwand abgeschlossen werden.

Einstieg in die RC Heli-Fliegerei (I)

Creation date: 17-10-2010

Nachdem ich mir dieses Jahr auf dem örtlichen Fliegerfest die Vorführungen der Modellflieger angeschaut hatte, einen Modellflugtag besuchte und die Entwicklungen bei Quadcopter und Elektroantrieben schon seit einiger Zeit beobachte, reifte der Gedanke, in die RC Heli-Fliegerei einzusteigen.

Der erste Weg führte zu einem Fachhändler, dem ich mein Ansinnen schilderte: Keine Erfahrung mit Flugmodellen und der Wunsch mit Modellhubschraubern anzufangen.

Seine Empfehlung mit einem kleinen Koax-Heli für die ersten “Gehversuche” zu starten und das Handling zu üben war im nachhinein richtig. Irgendwie konnte ich mich aber nicht damit anfreunden mit einem so kleinen Mikro-Koaxialhelikopter (20cm lang und 12cm hoch mit 28g Gewicht) zu starten, wenngleich die Größe und das Gewicht für eine geringe Empfindlichkeit bei den anfänglich sicherlich unvermeidlichen Abstürzen oder Remplern im Indoorbereich sprach.

Stattdessen habe ich mich für die zweite Variante entschieden. Ein FP (fixed Pitch) Heli, der sowohl Indoor als auch Outdoor (bei wenig Wind) geflogen werden kann (31,8cm lang, 13cm hoch mit 106g Gewicht). Das Set wird als RTF (Ready to fly) geliefert, also flugfertig inkl. Fernsteuerung. Die Flugversuche indoor waren wenig erfreulich, wohl ein typisches Anfängerproblem mit einem Heli, der sehr prompt reagiert und sich sehr schnell manövrieren läßt; jedenfalls aus Sicht eines Anfängers geht alles viel zu schnell. Also raus ins Freie mit weniger Hindernissen in direkter Nähe. Bei den Trainingsflügen konnten verschiedene Feststellung getroffen werden.

1. Windstille

Schnell wird klar, dass es zwischen dem Eindruck von Windstille und tatsächlicher Windstille deutliche Unterschiede gibt. Bei knapp 100g Gewicht ist der Heli schnell neuem Unbill ausgesetzt und es stellt sich die Frage, ob eigenes steuerndes Ungeschick zu Problemen geführt hat oder ob der Wind Ursache war. Eine Halle oder ein windgeschützter Bereich ist da für den Anfang eine günstigere Wahl.

2. Akku

Der Akku versorgt den kleinen Heli für 6-10 Minuten mit Energie. Dass der Akku nur noch über eine geringe Restkapazität verfügt, zeigt er über eine kleine LED an, die aber nicht immer für den Piloten sichtbar ist oder aufgrund der Konzentration auf die Steuerung nicht wahrgenommen wird. Gleichzeitig mit der Signalisierung wird das Flugverhalten träge und er reagiert unwillig auf Steuerkommandos (insbesondere natürlich bei Steigvorgängen). Passiert nun diese Situation bei entsprechender Höhe, so kann es passieren, dass der Heli sehr schnell an Höhe verliert, und vom Anfänger nicht mehr abgefangen werden kann und schließlich unsanft auf den Boden trifft. Merke: Je größer die Höhe, desto heftiger ein eventueller Fall.

3. Abstürze und Kollisionen

Abstürze und Berührungen mit Hindernissen kommen vor. Die Schäden fallen geringer aus, wenn

  • die Flughöhe niedrig ist
  • der Heli vor einem Crash lieber senkrecht nach unten “unsanft gelandet” wird – als mit Rotorblättern Hindernisse berührt
  • bei einem Crash sofort die Rotorblätter gestoppt werden

4. Ersatzteile

Da Crashs nicht ausbleiben, werden sich auch Schäden einstellen, die repariert werden müssen. Bei Schäden an Kunststoffteilen hilft meist Sekundenkleber. Für die anderen Schadensfälle sollte eine Basisausstattung an Werkzeugen und Teilen beschafft werden. Wohl dem, man hat sich einen Heli besorgt für den es eine gute (und günstige) Ersatzteilversorgung gibt. Und an dieser Stelle endete nach kurzer Zeit bereits mein Training mit dem Blade 120SR. Absturz und Kollision mit einem Zaun sorgte für folgende Defekte:

  • Akkuaufnahme abgerissen: Klebeversuche waren nur kurzzeitig erfolgreich, da die Akkuanbringung die Klebung zu stark im Betrieb belastete,
  • Heckleitwerk abgeknickt: Verstärkung mit Klebeband und ein Tropfen Kleber halfen
  • Hauptrotorblätter eingekerbt: Gehören gewechselt! Leider wird kein Satz Ersatzblätter mitgeliefert.
  • Kabinenhaube gerissen: Gehört getauscht. Der Heli fliegt natürlich auch ohne Haube.

Leider hat sich die Ersatzteilversorgung als derzeit ungenügend erwiesen. Auch ein Ersatzakku ist nicht lieferbar und somit wurde der Heli erst einmal in den Hangar gebracht…

Update 30-10-2010: Die Ersatzteilversorgung hat sich beim Blade 120SR deutlich verbessert.  Endlich konnten die benötigten Teile beschafft werden.

Review: OpenAtrium

Creation date: 14-02-2010

Update 29-08-2010: This review is based on version 1.0beta8 of OpenAtrium.

The system is still in beta and some of the issues were still not addressed until now. Even no feedback in the forums e.g. (SpacesUI) telling the users (testers) that this is a topic we will get in the focus – or not.

This time I have seen additional open questions when looking at the behavior of features for groups in an intranet. If you have an interest group and like to set up a meeting you would do that using the calendar. As not every date is interesting for all group members it would be nice to enter the attendees and let the dates pop up in their calendars.

The case tracker (To-do list) could handle that issue but you could only assign one group member to a task and there is no start/due date available to set up the timing.

Calendar: By the way the date/time entry is a problem for users outside the US. You could do some changes with date/time formats and the date pop up but you will have to do more changes to get a proper date picker.

Yes, I know. It’s still beta and I will not use it in a production environment.

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Update 18-04-2010: This test is based on version 1.0beta6 of OpenAtrium.

My last sentence in the former review was: I wouldn’t use it in a production environment. And this is still true for me. For the beta 3.2 I found a way with the controlled group for group spaces (see below). But with the beta 6 it seems to have disappeared or I haven’t been able to locate this setting. And I’m not alone: Discussion about Spaces UI @ OpenAtrium forum

It is a mentioned that it is a beta version and that is OK. At the same time it is not possible to start an implementation when features disappear during the beta release versions. I will wait for the final release.

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This test is based on version 1.0beta3.2 of OpenAtrium.

OpenAtrium is based on drupal. Drupal has a lot of modules available that could help you to set up a social networking or collaboration site. Unfortunately you really need a lot of components and it’s a lot of work to set up the modules and let them work together in the way needed. Then you have to do fine tuning with the theme to get a nice user interface. To do all that stuff you need to understand the concept of drupal and all the components and the way they work together as detailed information or by trial-and-error. This is a time consuming task.

The developers of OpenAtrium have recognized that and created a complete package that contains the modules necessary for a intranet collaboration system. The setup is easy and the userinterface has a clean design. It’s not a big thing for the users to understand what and how they could use this system. OpenAtrium contains a blog, calendar, group dashboard, case tracker, shoutbox and a repository for documents.

With this beta version I recognized:

  • You will find new registered user in the list of blocked users. Here they are waiting to get a confirmation.
  • Private groups are hidden. For that reason users are not able to register for a group. Public groups are visible, there is no approval for new members and articles are public. That is not the way I would like to have groups. But there is a way in the drupal configuration to get a moderated registration with a private group space: Go to structure/space presets/group space – Look for controlled group and activate that group. Afterwards you are able to select a private, a public or a controlled group. With the controlled group you could see the group but not the content, you could join the group by registering and if you get the approval you have access to the content of that group.
  • If you register for a controlled group you were asked to type in additional information for the moderator to help him to check if you should get an approval to join that group. Unfortunately as administrator I was not able to find and see that information. Where is it?

I really like OpenAtrium. But right now I wouldn’t use it in a production environment.