Rainer Wanner: Personal Blog

iPhone durch die Telekom freischalten lassen

Creation date: 30-10-2010

Die Telekom hat die iPhones mit Vertragsbindung mit einem SIM-Lock versehen. Da dies vertraglich für die 24 Monate Laufzeit vereinbart wurde, war ich nun gespannt, wie es mit der Freischaltung nach den 2 Jahren funktionieren würde.

Zunächst einmal hat sich die Telekom entschlossen, keinen Automatismus dafür zu verwenden. Eine Freischaltung erfolgt nur nach expliziter Beauftragung an die Telekom/T-Mobile durch den Kunden, was durch die Nutzung der Rufnummer 2202 vom iPhone aus geschehen kann. Aufgrund diverser Berichte im Internet und aufgrund des Umstandes, dass aufgrund eines defekten WLAN-Moduls ein Gewährleistungstausch stattgefunden hat, habe ich mich für die Schriftform entschieden.

  • Nach meiner schriftlichen Kündigung per Einschreiben wurde das Vertragsende für den 23.10.2010 bestätigt.
  • Am 10.10.2010 bat ich ebenfalls in Schriftform darum, dass mein iPhone zum Laufzeitende freigeschaltet wird. Hierbei habe ich alle Vertragsdaten, die alte IMEI-Nummer und auch die neue IMEI angegeben, mit dem Hinweis, dass ein Gewährleistungstausch durch den Dienstleister der Telekom stattgefunden hat.
  • Am 23.10.2010 wurde pünktlich die SIM-Karte deaktiviert, allerdings war das iPhone nach dem Verbinden mit iTunes und Update mit neuer SIM-Karte nicht nutzbar.
  • Nachdem bislang keine Reaktion auf mein Schreiben bzgl. der Freischaltung erfolgt war, wandte ich mich am 24.10.2010 per e-mail unter der Adresse “kundenservice(at)t-mobile.de” an den Kundenservice und bat freundlich um Klärung des Sachverhaltes, da für mich nicht ersichtlich war, ob es nur eine Verzögerung gab, oder aber noch keine Vormerkung für die Freischaltung durchgeführt wurde. Die Vertragsdaten, IMEIs und das Schreiben, auf das ich mich bezog, hatte ich als Anlage natürlich beigefügt. Sofort kam die automatisierte Antwort, dass man den Eingang meiner E-mail registriert hätte und sich sofort um mein Anliegen kümmern werde.
  • Die automatisierte Antwort bewerte ich als zutreffend, denn am 27.10.2010 erhielt ich eine Antwort, dass noch Unterlagen fehlen würden und die genannte IMEI noch keine 24 Monate alt wäre, es aber sein könnte, dass ein Gewährleistungstausch erfolgt wäre. Für diesen Fall bräuchte man noch per e-mail oder Fax den Tauschbeleg. Danach würde man den Entsperrwunsch an Apple weiterleiten.
  • Da ich dienstlich unterwegs war, konnte ich den Tauschbeleg erst am 29.10.2010 per e-mail an den Kundenservice schicken, ebenfalls mit meinen Kundendaten und den betreffenden IMEIs.
  • Am 01.11.2010 war es soweit. Nach Anschluss des iPhones an iTunes erschien die Entsperr-Meldung.

Fazit: Eine automatisierte Entsperrung wäre sicherlich der einfachere Weg für die Kunden und auch für die Telekom. Aber die Entsperrung konnte angesichts des Gewährleistungstauschs mit vertretbarem Aufwand abgeschlossen werden.

Einstieg in die RC Heli-Fliegerei (I)

Creation date: 17-10-2010

Nachdem ich mir dieses Jahr auf dem örtlichen Fliegerfest die Vorführungen der Modellflieger angeschaut hatte, einen Modellflugtag besuchte und die Entwicklungen bei Quadcopter und Elektroantrieben schon seit einiger Zeit beobachte, reifte der Gedanke, in die RC Heli-Fliegerei einzusteigen.

Der erste Weg führte zu einem Fachhändler, dem ich mein Ansinnen schilderte: Keine Erfahrung mit Flugmodellen und der Wunsch mit Modellhubschraubern anzufangen.

Seine Empfehlung mit einem kleinen Koax-Heli für die ersten “Gehversuche” zu starten und das Handling zu üben war im nachhinein richtig. Irgendwie konnte ich mich aber nicht damit anfreunden mit einem so kleinen Mikro-Koaxialhelikopter (20cm lang und 12cm hoch mit 28g Gewicht) zu starten, wenngleich die Größe und das Gewicht für eine geringe Empfindlichkeit bei den anfänglich sicherlich unvermeidlichen Abstürzen oder Remplern im Indoorbereich sprach.

Stattdessen habe ich mich für die zweite Variante entschieden. Ein FP (fixed Pitch) Heli, der sowohl Indoor als auch Outdoor (bei wenig Wind) geflogen werden kann (31,8cm lang, 13cm hoch mit 106g Gewicht). Das Set wird als RTF (Ready to fly) geliefert, also flugfertig inkl. Fernsteuerung. Die Flugversuche indoor waren wenig erfreulich, wohl ein typisches Anfängerproblem mit einem Heli, der sehr prompt reagiert und sich sehr schnell manövrieren läßt; jedenfalls aus Sicht eines Anfängers geht alles viel zu schnell. Also raus ins Freie mit weniger Hindernissen in direkter Nähe. Bei den Trainingsflügen konnten verschiedene Feststellung getroffen werden.

1. Windstille

Schnell wird klar, dass es zwischen dem Eindruck von Windstille und tatsächlicher Windstille deutliche Unterschiede gibt. Bei knapp 100g Gewicht ist der Heli schnell neuem Unbill ausgesetzt und es stellt sich die Frage, ob eigenes steuerndes Ungeschick zu Problemen geführt hat oder ob der Wind Ursache war. Eine Halle oder ein windgeschützter Bereich ist da für den Anfang eine günstigere Wahl.

2. Akku

Der Akku versorgt den kleinen Heli für 6-10 Minuten mit Energie. Dass der Akku nur noch über eine geringe Restkapazität verfügt, zeigt er über eine kleine LED an, die aber nicht immer für den Piloten sichtbar ist oder aufgrund der Konzentration auf die Steuerung nicht wahrgenommen wird. Gleichzeitig mit der Signalisierung wird das Flugverhalten träge und er reagiert unwillig auf Steuerkommandos (insbesondere natürlich bei Steigvorgängen). Passiert nun diese Situation bei entsprechender Höhe, so kann es passieren, dass der Heli sehr schnell an Höhe verliert, und vom Anfänger nicht mehr abgefangen werden kann und schließlich unsanft auf den Boden trifft. Merke: Je größer die Höhe, desto heftiger ein eventueller Fall.

3. Abstürze und Kollisionen

Abstürze und Berührungen mit Hindernissen kommen vor. Die Schäden fallen geringer aus, wenn

  • die Flughöhe niedrig ist
  • der Heli vor einem Crash lieber senkrecht nach unten “unsanft gelandet” wird – als mit Rotorblättern Hindernisse berührt
  • bei einem Crash sofort die Rotorblätter gestoppt werden

4. Ersatzteile

Da Crashs nicht ausbleiben, werden sich auch Schäden einstellen, die repariert werden müssen. Bei Schäden an Kunststoffteilen hilft meist Sekundenkleber. Für die anderen Schadensfälle sollte eine Basisausstattung an Werkzeugen und Teilen beschafft werden. Wohl dem, man hat sich einen Heli besorgt für den es eine gute (und günstige) Ersatzteilversorgung gibt. Und an dieser Stelle endete nach kurzer Zeit bereits mein Training mit dem Blade 120SR. Absturz und Kollision mit einem Zaun sorgte für folgende Defekte:

  • Akkuaufnahme abgerissen: Klebeversuche waren nur kurzzeitig erfolgreich, da die Akkuanbringung die Klebung zu stark im Betrieb belastete,
  • Heckleitwerk abgeknickt: Verstärkung mit Klebeband und ein Tropfen Kleber halfen
  • Hauptrotorblätter eingekerbt: Gehören gewechselt! Leider wird kein Satz Ersatzblätter mitgeliefert.
  • Kabinenhaube gerissen: Gehört getauscht. Der Heli fliegt natürlich auch ohne Haube.

Leider hat sich die Ersatzteilversorgung als derzeit ungenügend erwiesen. Auch ein Ersatzakku ist nicht lieferbar und somit wurde der Heli erst einmal in den Hangar gebracht…

Update 30-10-2010: Die Ersatzteilversorgung hat sich beim Blade 120SR deutlich verbessert.  Endlich konnten die benötigten Teile beschafft werden.

Review: OpenAtrium

Creation date: 14-02-2010

Update 29-08-2010: This review is based on version 1.0beta8 of OpenAtrium.

The system is still in beta and some of the issues were still not addressed until now. Even no feedback in the forums e.g. (SpacesUI) telling the users (testers) that this is a topic we will get in the focus – or not.

This time I have seen additional open questions when looking at the behavior of features for groups in an intranet. If you have an interest group and like to set up a meeting you would do that using the calendar. As not every date is interesting for all group members it would be nice to enter the attendees and let the dates pop up in their calendars.

The case tracker (To-do list) could handle that issue but you could only assign one group member to a task and there is no start/due date available to set up the timing.

Calendar: By the way the date/time entry is a problem for users outside the US. You could do some changes with date/time formats and the date pop up but you will have to do more changes to get a proper date picker.

Yes, I know. It’s still beta and I will not use it in a production environment.

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Update 18-04-2010: This test is based on version 1.0beta6 of OpenAtrium.

My last sentence in the former review was: I wouldn’t use it in a production environment. And this is still true for me. For the beta 3.2 I found a way with the controlled group for group spaces (see below). But with the beta 6 it seems to have disappeared or I haven’t been able to locate this setting. And I’m not alone: Discussion about Spaces UI @ OpenAtrium forum

It is a mentioned that it is a beta version and that is OK. At the same time it is not possible to start an implementation when features disappear during the beta release versions. I will wait for the final release.

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This test is based on version 1.0beta3.2 of OpenAtrium.

OpenAtrium is based on drupal. Drupal has a lot of modules available that could help you to set up a social networking or collaboration site. Unfortunately you really need a lot of components and it’s a lot of work to set up the modules and let them work together in the way needed. Then you have to do fine tuning with the theme to get a nice user interface. To do all that stuff you need to understand the concept of drupal and all the components and the way they work together as detailed information or by trial-and-error. This is a time consuming task.

The developers of OpenAtrium have recognized that and created a complete package that contains the modules necessary for a intranet collaboration system. The setup is easy and the userinterface has a clean design. It’s not a big thing for the users to understand what and how they could use this system. OpenAtrium contains a blog, calendar, group dashboard, case tracker, shoutbox and a repository for documents.

With this beta version I recognized:

  • You will find new registered user in the list of blocked users. Here they are waiting to get a confirmation.
  • Private groups are hidden. For that reason users are not able to register for a group. Public groups are visible, there is no approval for new members and articles are public. That is not the way I would like to have groups. But there is a way in the drupal configuration to get a moderated registration with a private group space: Go to structure/space presets/group space – Look for controlled group and activate that group. Afterwards you are able to select a private, a public or a controlled group. With the controlled group you could see the group but not the content, you could join the group by registering and if you get the approval you have access to the content of that group.
  • If you register for a controlled group you were asked to type in additional information for the moderator to help him to check if you should get an approval to join that group. Unfortunately as administrator I was not able to find and see that information. Where is it?

I really like OpenAtrium. But right now I wouldn’t use it in a production environment.

24 Monate iPhone – und jetzt?

Creation date: 11-08-2010

Ich nähere mich dem Ende eines 24-monatigen Zeitraumes mit einem iPhone 3G und einem Complete M Vertrag, erster Generation.

Meine persönliche Erfahrungen:

Das iPhone konnte Dank nahezu intuitiver Bedienung und auf das Gerät optimierter Applikationen überzeugen. Im nachhinein betrachtet, war die Entscheidung für mich richtig und die Benutzung hat mir Freude bereitet. Inzwischen haben die Wettbewerber in Sachen Bedienung deutlich aufgeholt und die größere Freiheit und Flexibilität sowie die Auswahl an Endgeräten sprechen hier für einen geschärften Blick auf die Alternativen. Siehe hierzu auch meinen Artikel zu den Restriktionen, die den iPhone-Benutzern bei Apple leider auferlegt werden.

Der Complete-Vertrag (bei mir M, 1. Generation) wurde oft gescholten, aber rechnet man 100 Minuten in alle Netze, Wochenendflatrate für die T-Mobile und Festnetz, 40 SMS, T-Mobile Hotspotzugang, eine Datenflat mit Drosselung bei 300MB und die Teilfinanzierung des Endgeräts über die Laufzeit zusammen, dann war der Tarif zu einem Preis von EUR 49 pro Monat durchaus in einem vertretbaren Rahmen – sofern man die Leistungen nahezu ausschöpfte und das Datenvolumen über die MultiSIM-Option z.B. mit UMTS-Stick und Notebook verwendete. Inzwischen wurde am Tarif nicht wirklich etwas verändert und deshalb halte ich auch den Tarif in der 2. Generation mit inzwischen 120 Minuten, aber mit Ausschluss der Datennutzung über Notebooks für zu teuer.
Ein kleinerer Tarif enthält wiederum keine Datenflat (200MB in 100KB Schritten sind enthalten) und für eine zusätzliche Minute werden 29ct. verlangt. Für mich als intensiver Datennutzer und oftmals (mobil-)Wenigtelefonierer findet sich nun aktuell bei der Telekom kein attraktiver, flexibler Kombitarif.

Das Werbeverhalten der Telekom bzw. der beauftragten Dienstleister (Callcenter) ist haarsträubend. Bei mir wurden 5-10 Anwahlvorgänge am Tag über eine 0800-Nummer auf die Mobilnummer initiiert. Ignorieren stoppt die Anrufe nicht, eine Filterung (siehe Artikel zu Blacklists) ist nicht vorgesehen und den Anruf entgegen zu nehmen bringt meist auch nichts, da überwiegend kein Gesprächspartner am Apparat ist (automatisches Anwahlverfahren). Selbst wenn man es geschafft hat, sich aus dem Anwahlverteiler nehmen zu lassen, ist die Freude evtl. nur von kurzer Dauer und es findet sich schnell ein neuer Anlass für eine weitere Anrufreihe. Das halte ich für den besten Weg den Kunden zu verärgern und auch den Händler, da der Provider ja damit versucht, dessen Kundenbasis direkt abzugreifen und durch die permanente Penetration mit Anrufen auch noch für eine Abkehr vom Anbieter/Händler sorgen kann. Wie es bei den anderen Providern gehandhabt wird, ist mir aus eigener Anschauung nicht bekannt. Bekannte berichten hier allerdings bei Vertragstarifen auch von mehrfachen Anrufen. Für die  Mobil-Discounter im Prepaid Bereich scheint sich ein fortgesetzter direkter Anruf wohl eher nicht zu lohnen, denn hier blieb ich von Werbeanrufen bislang verschont.

Mein Fazit:

Ein weiteres iPhone kommt momentan nicht in Frage. Die Restriktionen und die Providerbindung möchte ich nicht für weitere 24 Monate mitmachen. Da bisher auch nicht erkennbar ist, dass Apple bei den Einschränkungen etwas ändern wird, bleibt für mich nur, dass iPhone zum Ende der Laufzeit entsperren zu lassen und anderweitig zu verwerten.

Bei den Tarifen findet sich bei den beiden großen Mobilfunkprovidern für meine Anforderungen derzeit kein passendes Angebot. Um nicht in eine Verlängerung zu gehen, erfolgte zunächst die Kündigung. Nun verbleiben noch 2,5 Monate, um einen geeigneten Tarif zu finden, ggf. die Nummer zu portieren und um zu schauen, ob das iPhone von mir weitergenutzt wird oder welche anderen Smartphones einen Käufer suchen.

Schwierigkeiten bei der Datenübertragung in Mobilfunknetzen

Creation date: 06-06-2010

Es ist schön, wenn die Mobilfunkunternehmen mit Werbeaussagen die potentiellen Kunden umwerben, die auf die hervorragende Netzabdeckung und die leistungsstarken performanten Datenverbindungen abzielen. Von HSDPA und UMTS ist die Rede mit Geschwindigkeiten von nominal 384Kbps oder gar 7,2 bis 14,4Mbps im Downlink. Und auch beim Uplink wird mittels HSUPA mehr als 1,45Mbps offeriert.

Begeben wir uns einmal auf eine Reise von Heidelberg über Neckargemünd, Wiesenbach, Waldwimmersbach, Aglasterhausen, Obrigheim nach Mosbach. Eine Strecke mit kleineren Orten, hügeliger Landschaft und Wäldern, wie Sie im Kraichgau, Odenwald, Taubertal, an der Bergstraße, im Nordschwarzwald oder im Fränkischen öfter anzutreffen ist.

Solange man die Straßen nutzt, sich in den Ortschaften aufhält und Wege durch die Wälder und abseits der Durchgangsstraßen meidet, wird man feststellen, dass es immer mal wieder passieren kann, dass keine Netzversorgung vorhanden ist und auch an schlecht versorgten Bereichen sich Mobiltelefone immer mal wieder für ein paar Minuten ausbuchen. Telefonie ist somit mit einigen Einschränkungen aber dennoch möglich.

Seit einigen Wochen beobachte ich allerdings signifikante Engpässe in der Datenkommunikation auch bei den beiden großen Mobilfunkunternehmen Telekom (T-Mobile) und Vodafone. Da von einer Versorgung mit HSDPA und UMTS ab Wiesenbach und bis Obrigheim nicht gesprochen werden kann, schalten die Mobilkomponenten auf EDGE und GPRS zurück. Dies würde theoretisch bedeuten, dass immer noch eine Versorgung mit über 200Kbps oder im Falle von GPRS immerhin noch 56Kbps anstehen sollten.

Festzustellen ist aber stattdessen, dass selbst bei mittlerer bis guter Signalstärke und EDGE-Anzeige insbesondere am späten Nachmittag und am Abend keinerlei Daten übertragen werden können. Teilweise läßt sich dies auch schon am Vormittag beobachten. Erst wenn kurz vor Mosbach wieder eine UMTS-Versorgung gegeben ist, startet die Übertragung.

Es scheint sich um einen echten Engpass durch die geringere Anzahl an Basisstationen (ländlicher Raum mit hügeliger Landschaft) und die Beschränkung auf GPRS/EDGE zu handeln. Telefonie mit GSM ist dann zwar immer noch möglich, aber offensichtlich gibt es keine Reserven mehr für die in der Priorität niedriger angesiedelte Datenkommunikation.

Ich bin gespannt, ob hier die kürzlich abgeschlossenen Versteigerungen von weiteren Frequenzpaketen tatsächlich für den ländlichen Raum etwas bringen werden oder ob es als zu teuer eingestuft wird, die weißen Flecken in der Datenkommunikation zu schließen.

Update 11-08-2010: Bei der Telekom hat sich vor ca. 2 Wochen etwas getan. In Aglasterhausen wurde ein UMTS Versorgungsbereich ergänzt, der auch über die Ortsgrenzen hinaus eine Datenübertragung ermöglicht. Zwischen den UMTS Spots ist allerdings keine signifikante Besserung festzustellen.

Informationsverknüpfung bei Videotelefonie- und Telefoniediensten

Creation date: 07-08-2010

Schon einmal darüber nachgedacht, was durch eine Auswertung und Verknüpfung von Daten bei Videotelefonie- und Telefoniediensten, die über zentrale Server laufen, erreicht werden kann?

Die Nutzer sind namentlich bekannt und bei Verknüpfung mit Abrechnungsaccounts sind auch weitere Merkmale hinterlegt, wie Anschrift, e-Mail, Kreditkartendaten…

Wenn nun Gesprächspartner miteinander kommunizieren, ist davon auszugehen, dass die beiden in einer direkten Beziehung stehen und zwar nicht nur über eine lockere Verknüpfung, wie bei vielen Eintragungen der sozialen Netzwerke: Wir haben uns doch irgendwann einmal hier und dort gesehen, wollen wir nicht einen Bezug mehr generieren?

Da auch der Gesprächspartner in gleicherweise bekannt ist, stehen auch dessen Informationen zur Verfügung. Und bei Videotelefonie kommen noch Live-Bilder hinzu, also aktuelle Fotos des Nutzers und dessen Gesprächspartners.

Dann packen wir noch Ortsinformationen hinzu, die das Mobiltelefon ebenfalls abliefert und noch die Gesprächsinhalte, die mit einer Spracherkennung in Text umgewandelt und indiziert werden können – und schon stehen weit mehr und tiefergehende Profildaten und Beziehungsinformationen als in sozialen Netzen zur Verfügung:

Name, Anschrift, e-Mail, Bankverbindung, getätigte Einkäufe auf dem eigenen Portal (Interessen), aktuelles Nutzerfoto (nach dem auch dank Gesuchtserkennung im Internet an anderer Stelle geforscht werden kann), mit wem und was spreche ich und wo halte ich mich auf und wann…

Telefon- und Videokonferenzen erweitern schließlich das Beziehungsgeflecht von 1:1 nach n:m. Die Teilnehmer zeigen gemeinsame Aktivitäten und stehen somit auch als Gruppe in einer Beziehung zueinander.

Alles nur Theorie ohne praktischen Hintergrund? Es gibt doch schließlich Datenschutzbestimmungen.

Wo haben die Anbieter Ihren Sitz? Wo stehen die Server? Welchen Richtlinien unterliegen diese und die gesammelten Daten? Was wird registriert? Wie sind die Verbindungen gesichert? Könnten nicht auch Dritte die Daten mitschneiden? Wirklich einmal intensiv die Bedingungen der Anbieter und die Systembeschreibungen (wenn überhaupt zugänglich) gelesen? Und Datenlecks sind ja auch noch nie aufgetreten ;-)

Test: iVerkehr für iPhone

Creation date: 31-07-2010

iVerkehr für iPhone (V 2.9) ist eine Applikation, um Verkehrsmeldungen angezeigt zu bekommen. Im Gegensatz zu den Meldungen im Radio lassen sich diese jederzeit nachlesen und nach bestimmten Kriterien sortieren. Hierzu zählen das Bundesland und eine Umkreissuche inkl. Kartendarstellung.

Um sich vor Start einer Fahrt zu informieren oder unterwegs eine schnelle Übersicht zu verschaffen und um die Route festzulegen, erscheint die Applikation geeignet. Neu eingehende Meldungen werden darüberhinaus signalisiert.

Nun zur Praxis. Die Meldungen im Radio und auf dem iPhone sind ähnlich gut oder schlecht bei Meldungen für Deutschland. Auf einer Fahrt von München nach Heilbronn am 07.07.2010 wurden über beide Medien mehrere längere Staus auf der Autobahn gemeldet – auch noch bei einer gemeldeten Staulänge von 7 bis 10km konnte der Abschnitt zum Meldezeitpunkt stets mit mehr als 100km/h passiert werden.

Ein Informationsvorteil von iVerkehr, das die Daten der Bundesanstalt für Straßenverkehr nutzen soll und hierbei auf verkersinfo.de zurückgreift, konnte ich während der über ein Jahr dauernden Verwendung nicht feststellen.

iVerkehr liefert auch Daten für Benelux. Am 14.07.2010 war ich von Brüssel auf dem Rückweg nach Heidelberg. In der Region um die belgische Hauptstadt gab es ein heftiges Unwetter mit Überschwemmungen, Straßensperrungen, Ästen und umgestürzte Bäume auf der Autobahn, viele schwere Unfälle. Hier ein Foto vom Ring um Brüssel.

Im Radio wurde eifrig, lang und oft gewarnt und gemeldet, aber iVerkehr zeigte für Belgien keine einzige Meldung über einen mehrstündigen Zeitraum und ich hatte dank der Unfälle, Bäume und Vollsperrungen genug Zeit die meldungsfreie Software anzuschauen. Irgendwann wurde eine Meldung angezeigt, die aber nichts mit dem Unwetter zu tun hatte. Ähnliche Beobachtungen konnte ich auch mehrfach in den Niederlanden machen. Der lokale Radiosender meldete längere Staus, die auch vorhanden waren und iVerkehr hatte keine Nachricht hierüber.

Mein Fazit: Die Meldungen sind einfacher verfolgbar als im Radio und lassen sich sortieren. Die Daten für Deutschland sind i.d.R. weder besser noch schlechter als die Radiomeldungen, aber Finger weg von den Auslandsmeldungen, diese sind bei Abruf im Ausland dank Roamingkosten nur teuer, aber weitgehend nutzlos.

Tarifpolitik der Mobilfunkanbieter

Creation date: 02-07-2010

Wundern kann man sich immer wieder über die Tarifpolitik von Mobilfunkanbietern.

  • Roaminggebühren: Ein Chef eines solchen Unternehmens erklärt, dass er die Roamingkosten bei Telefonaten im Ausland zu hoch empfindet. Gleichzeitig macht seine Firma aber keine Anstrengungen zumindest in den Ländern mit konzerneigenen Töchtern mit gutem Beispiel voranzugehen. Und kein Anbieter unterschreitet ernsthaft die regulatorischen Vorgaben für Gespräche in der EU. Ernsthaftigkeit von Aussagen und Wettbewerb sehen sicherlich anders aus.
  • Telefonate im Ausland: Verlassen wir die EU, dann werden für Telefonate zurück ins Inland, ins Aufenthaltsland oder andere Länder Beträge von tw. 3 EUR/Minute berechnet. Da lohnt es sich dann wirklich auf eine Prepaid-Karte eines lokalen Anbieters auszuweichen oder in einem Hotspot bzw. einem Intenetcafé per VoIP zu telefonieren.
  • Telefonate im Inland: Für die Telefonminute werden z.T. in den Verträgen (Postpaid) 29ct. verlangt. Bei Prepaid liegt man bei 7,5 bis 9ct für die Gesprächsminute bei den Discountern.
  • SMS: Eine SMS im Inland verschickt, schlägt sich tatsächlich bei einigen Anbietern aktuell immer noch mit 19ct. nieder. Nehmen wir unser Telefon mit und fahren in ein benachbartes Land der EU und schicken die SMS von da aus ab, dann fallen dank Regulierung nur noch 13ct. an.
  • Nutzbarkeit von Diensten: Bestimmte Dienste, wie VoIP, Videotelefonie, Instant Messaging, Tethering werden generell verboten oder sind nur gegen einen stattlichen Obolus verfügbar. Gleichzeitig werden hochschnelle Mobilnetze beworben und die Funktionsumfänge von Smartphones in der Werbung herausgestellt.
  • Datenkommunikation: Im Inland gibt es inzwischen halbwegs vertretbare Tarife, aber schon bei der Kommunikation in der EU gibt es dann so nette Berechnungsweisen, wie einmalig pro Tag 49ct. (startet natürlich dann auch jeweils um Mitternacht) und zusätzlich z.B. 19ct. pro 100KB. Also bezahlen wir für ein MB schon 1,9EUR plus 49ct. Bei lächerlichen 10MB Übertragungsvolumen ergibt dies dann schon 19,49 EUR. Und wir haben noch nicht einmal die EU verlassen. Hier sieht es dann schon wieder nach der Nutzung einer Prepaid-Karte eines lokalen Anbieters (sofern ein Datentarif unterstützt wird) oder nach der Nutzung eines Hotspots bzw. einem Intenetcafé aus.

Review: Sharetronix

Creation date: 08-05-2010

Change of license with version 1.5 of sharetronix

Sharetronix decided to switch from Affero GPL to their own license. They said that Sharetronix remains free for personal communities. See here.

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This review is based on version 1.4.2 of sharetronix

No difference to version 1.4.1.

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This test is based on version 1.4.1 of sharetronix

I have set up a test site of this open source microblogging system. It wasn’t a problem to install it on a shared hosting platform with LAMP.

The install was easy and the result looks incredible. A smart and clean user interface, easy to understand with a bit facebook feeling – but for your own installation.

  • The streams could be organized in groups
  • You could add direct links and upload photos, images, files, videos. For photos and videos you get a thumbnail preview included in your message. There is only one attachment per type possible. E.g. more than one photo couldn’t be attached to a message.
  • If you would like to have more than 140 characters, you could configure that. But the maximum is 200 characters right now. For that reason you could not extend the microblogging system to something similar to a blog.
  • For each group you could decide if it is public or private with invitation.
  • Unfortunately I haven’t found a way to invite someone to a group who is not a member of the site. For that reason it is a two step process to get someone as a member of a private group: Invite someone for the site (automatically get a friend relationship) and afterwards invite her/him for a specific group. The direct invitation to a group would be required for communities where you would like to have closed groups with special interests (alumni, different clubs…).
  • Private groups are invisible. You did not know that a group exists and could not ask to get a member. Therefore you could only join if you are invited to that group.
  • Privacy settings based on roles and groups is not implemented and I’m not sure if that is a task on the roadmap of sharetronix. E.g. the creation of a group could not be limited. Profile data is visible to everyone.
  • I haven’t found a roadmap.

I like that system and I’m sure it has a great potential as micoblogging and social networking platform.

Are Apple’s restrictions really necessary?

Creation date: 07-06-2010

I really like the iPhone. The design is great, the user interface makes it easy and intuitive to work with the unit. It was a great step to help unexperienced user to use a terminal for more than only telephony or SMS.

In the meantime I have some doubts about the philosophy and the way of Apple.

  • Application are only available through the store of Apple (without making a jailbreak).
  • Apple controls and restricts the application (and the functionality of the application) that are available in their store.
  • Apple defines what offensive content is and that this could not be accessible through applications. That means that even news are controlled.  This means censorship as editors have to create two versions of their articles to make sure that content or photos will be distributed.
  • Flash is not supported. A lot of websites are using flash. Even advertisement coming from Apple contains flash – not visible on an iPhone.
  • Background applications are not possible. This feature will come with OS Version 4 – but not for the 3G. Why should the manufacturer decide that the performance may be not good enough on that device? If you would like to take the decision on your own a jailbreak is necessary (Backgrounder).
  • A Blacklist to stop telephone spam is not integrated and I haven’t found an application in the store for stopping calls from a specific number. I did not need application for US spammers in Europe. Again you will need a jailbreak for something that is available for many other phones.
  • Sales channels for the iPhone are limited. Fortunately it is starting to get better – in some countries.
  • The OS is limited to the iPhone hardware. For that reason you did not have a alternative solution for the hardware – no chance to get features designed for your specific needs (size, keyboard, camera…).

Other options? Android?