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Garmin Basecamp

Garmin Basecamp hatte ich für die Tourenplanung und zur Visualisierung von Tracks empfohlen. Leider scheint Basecamp bei Updates eher stiefmütterlich behandelt zu werden (ein Schicksal, das auch den BMW Navigator V ereilt hat, der auch von Garmin für BMW bereitgestellt wird).

Nachdem Anfang 2016 die Version 4.6.2  erschien, freute ich mich, dass im Mai 2018 ein Update auf Version 4.7.0 bereitgestellt wurde. Die Freude währte nicht lange. Ein Blick in die “Change History”zeigte, dass das Update nur Anpassungen enthält, um mit der Datenschutz-Grundverordnung konform zu sein. Gleichzeitig wurden auch noch Funktionalitäten deaktiviert, die wahrscheinlich ebenfalls mit den Anforderungen der DSGVO in Zusammenhang stehen.

Also leider kein Update mit Verbesserungen der Software.

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Navigator V Firmware

08.06.18

Die Version 3.40 (Update Oktober 2016) ist nach wie vor aktuell, Das Karten-Update Europa wurde aber nun auf 2019.10 aktualisiert.

29.04.18

Die Version 3.40 (Update Oktober 2016) ist nach wie vor aktuell, lediglich das Karten-Update Europa wurde auf 2018.30 inzwischen angehoben. Damit dürften einige Änderungen auf den Strassen eingeflossen sein, aber beim Funktionsumfang und den Problemen gibt es natürlich keine Verbesserung. Nachdem seit Oktober 2016 keine neue Version erschienen ist und inzwischen der Navigator VI auf dem Markt ist, ist zu vermuten, dass kein Update mehr nachgeschoben wird. Ich lasse mich aber gerne überraschen, plane nun aber eher damit, durch Workarounds  die Schwachpunkte der Software zu umgehen.

Damit sind dann auch Erfahrungen, Hinweise, “Best Practices” anderer Nutzer besonders wertvoll, wie z.B. dieser Beitrag aus dem Naviboard.

20.05.17 und 21.06.17

Die Version 3.40 (Update Oktober 2016) mit Karten-Update Europa 2018.10 (Update Januar 2017 mit Verbesserung bei der Sprachausgabe) wurde ab Ende März 2017 und auf einer Dolomitentour im Juni über 1800km getestet.

Verbesserungen:

  • Laut Beschreibung soll die Softwarestabilität verbessert sein. Dies lässt sich bestätigen. Die unmotivierten Bootvorgänge nach Zündung aus und an sind nicht mehr aufgetreten.
  • Unterschiede bei der Sprachausgabe habe ich nicht gefunden, aber dies lief ja schon mit der Version 3.30 in Kombination mit dem Sena BT Helmset gut.

Problembereiche:

  • Die in Version 3.30 gelisteten beiden Punkte mit der Routenpräferenz “Kürzere Zeit” sind erhalten geblieben:
    • Die Routenpräferenz “Kürzere Zeit” führt dazu, dass ab und zu eine Durchgangsstraße verlassen und eine untergeordnete Straße befahren werden soll. Die Strecke führt dann kurzzeitig durch Wohngebiete mit Geschwindigkeitsbeschränkung, das Ortszentrum mit Ampeln und Stoppschildern – obwohl sich ganz sicher kein Zeitvorteil ergibt. Wenn überhaupt, mag die Strecke etwas kürzer sein, aber das war ja nicht ausgewählt!
    • Ebenfalls bei der Einstellung “Kürzere Zeit” werden Straßen gewählt, die vermeintlich eine Zeitersparnis ergeben sollen. Leider ignoriert die Software, dass die Straße eine Durchgangsstraße quert und an der Kreuzung ein Stoppschild steht oder/und zuvor die Geschwindigkeit schon beschränkt wurde. Die Alternativstrecken waren in diesen Fällen stets etwas länger, aber hätten schneller befahren werden können.
  • Die über Garmin Smartphone Link eingespielten Informationen zu Verkehrsstörungen sind nach wie vor oftmals nicht vorhanden. Hier besteht weiter Optimierungsbedarf.
  • Das Navi nervt mit teils unsinnigen Ansagen zum Abbiegen. Dies betrifft beispielsweise Serpentinenstrecken bei den in Kehren Feldwege oder Stichwege abgehen. Hier werden dann Abbiegehinweise gegeben, wenn einfach der Passstrecke weiter gefolgt werden soll. Ebenfalls bei Ortsdurchfahrten bei der der Vorfahrtsstrasse gefolgt werden soll, sind Abbiegehinweise eher kontraproduktiv. Warum nicht einfach “der Straße folgen” ansagen oder noch besser: schweigen?
  • Wird eine Route mit mehreren Zwischenzielen abgefahren und die Fahrt zwischendurch unterbrochen, dann wird das Navi sinnvollerweise automatisch abgeschaltet. Wird die Fahrt anschließend fortgesetzt, dann erscheint das Hauptauswahlmenü. Statt sofort die Karte mit der Route wieder anzuzeigen, muss zunächst losgefahren werden und die Umschaltung erfolgt nach einigen Sekunden oder  es muss auf das Karten-Icon geklickt werden. Für den Nutzer sieht es nach dem Zwischenstopp daher so aus, als wäre die Routenführung unterbrochen worden.
  • Nach Einsetzen und Einschalten des Navis kommt bei voreingestelltem Motorrad-Profil die Abfrage, ob auf den Auto-Modus gewechselt werden soll. Ich habe es so in Erinnerung, dass bei vorherigen Versionen der aktive Motorradhalter automatisch erkannt wurde und eine Abfrage nur dann erfolgte, wenn das Autoprofil aktiviert war.
  • Werden Vignetten und Mautstraßen vermeiden auf einer Strecke eingestellt, kommt trotz des Umstandes, dass weder Anfangs- noch Endpunkt oder ein Zwischenziel auf einer Maut- oder vignettenpflichtigen Strecke liegen, eine Meldung angezeig, dasds Mautstrassen auf der Strecke unvermeidlich sind, was aber unzutreffend ist. Bei längeren Streckenabschnitten zwischen den Punkten, kann es zudem passieren, dass diese Einstellungen trotzdem auf Autobahnen führen. Zusätzliche Punkte helfen das Problem zu lösen.


25.08.16

Die Version 3.30 (mit Karte für Europa 2017.20) konnte auf einigen 1.000 km auf einer Reise mit der GS durch Frankreich geprüft werden.

Verbesserungen:

  • Bluetooth Verbindungen zu Helmsprechanlagen (Sena) sind stabiler und klarer gegenüber der Version 3.10. Wortfetzen bei Navi-Ansagen sind nun nicht mehr aufgetreten.
  • Vignetten- und mautpflichtige Strecken lassen sich nun detailliert und im Falle der Vignetten auch länderabhängig konfigurieren. Das hilft beim Routing im Ausland.

Problembereiche:

  • Die Stabilität dieser Version hat sich beim Routing verschlechtert. Soll eine Route mit Zwischenzielen befahren werden, bootet das Navi oft nach Zündung aus und an. In seltenen Fällen kann das Booten auch im Fahrbetrieb passieren.
  • Die Routenpräferenz “Kürzere Zeit” führt dazu, dass ab und zu eine Durchgangsstraße verlassen und eine untergeordnete Straße befahren werden soll. Die Strecke führt dann kurzzeitig durch Wohngebiete mit Geschwindigkeitsbeschränkung, das Ortszentrum mit Ampeln und Stoppschildern – obwohl sich ganz sicher kein Zeitvorteil ergibt. Wenn überhaupt, mag die Strecke etwas kürzer sein, aber das war ja nicht ausgewählt!
  • Ebenfalls bei der Einstellung “Kürzere Zeit” werden Straßen gewählt, die vermeintlich eine Zeitersparnis ergeben sollen. Leider ignoriert die Software, dass die Straße eine Durchgangsstraße quert und an der Kreuzung ein Stoppschild steht oder/und zuvor die Geschwindigkeit schon beschränkt wurde. Die Alternativstrecken waren in diesen Fällen stets etwas länger, aber hätten schneller befahren werden können.
  • Verkehrsstörungen für die aktive Route wurden auch in Frankreich eifrig über das gekoppelte Smartphone mit Garmin Smartphone Link dem Navi zugeführt. Allerdings waren fast alle Meldungen sowie die darauf basierenden neu kalkulierten Ankunftszeiten nicht korrekt. Die überwiegende Zahl an Störungen waren schlichtweg überhaupt nicht existent.
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Navigator V optimieren (I)

In einem Navigations-Forum habe ich einen Beitrag gefunden bei der ein Nutzer beim Navigator V das Garmin Glass Dashboard erweitert hat. Hierbei wurde die Transparenz des Hintergrunds verbessert und es können bis zu sieben Zusatzinformationen am Rand des Bildschirms angezeigt werden. Bis auf die Tempo-Anzeige sind alle Felder frei belegbar.

Über das Forum sind die entsprechenden Dashboards herunterladbar.

Die modifizierten Dashboards konnte ich problemlos in den “Dashboards”-Ordner einspielen und in der Konfiguration im Navigator auswählen. Steckt das Navi in der Halterung und erhält Daten vom Motorrad, sind alle verfügbaren Informationen direkt auf die Felder konfigurierbar.

Da oft ein Teil des Bildschirms mit Buttons und Hinweisen belegt ist und die mitgelieferten Dashboards nur wenige Felder bereitstellen und einen Teil der Karte verdecken, habe ich selbst bei 7 Feldern aufgrund der transparenten Darstellung eine gute Sicht auf die Karte und kann dennoch den Inhalt der Felder ablesen. Mein Dank gilt dem User “Gipsy” für die Arbeit zur Bereitstellung der Dashboards. Ich setze die 7-Felder-Version bei allen Touren ein und kann das Dashboard klar weiterempfehlen!

 

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DB Navigator

Inzwischen habe ich die App “DB Navigator” der Deutschen Bahn schätzen gelernt. Der Funktionsumfang wird kontinuierlich ausgebaut und nach etwas Übung erschließt sich auch weitgehend intuitiv die Bedienung.

Unlogisch ist nach wie vor die Informationen bei Zugverspätungen. Die Anzeige “Anschluss kritisch” macht nur Sinn, wenn es tatsächlich noch eine Chance gibt, den Anschlusszug unter Umständen noch zu erreichen. Bei einer regulären Fahrzeit des Regional-Express von 13 Minuten von Eberbach nach Neckarelz und einer so späten Abfahrt in Eberbach, dass noch drei Minuten für die Fahrt übrig bleiben bevor der Anschlusszug startet, ist der Anschluss nicht mehr kritisch sondern er wird nicht mehr erreicht.

Leider hat in den letzten Wochen der Button “Aktuelle Alternativen” nur in wenigen Fällen Ergebnisse geliefert – sprich es waren keine Verbindungen hinterlegt. Stattdessen musste über die Reiseauskunft händisch nach Alternativen gesucht werden. Hier gibt es sicherlich Verbesserungspotential.

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Verwendung der Geldkarte

Ich hatte die Hoffnung, dass das Bezahlen von Klein(st)beträgen über die Geldkarte mir die Suche nach passenden Münzen in Deutschland ersparen würde und verhindern könnte, dass ein “Überzahlen” oder ein “überhaupt nicht zahlen können” stattfinden muss. Bei über 400.000 benannten Akzeptanzstellen sollte dies normalerweise möglich sein.

Leider scheint Theorie und Praxis inzwischen weit auseinanderzulaufen.

Wer nicht gerade Raucher ist und am Automaten den Altersnachweis über den Geldkartenchip erbringt, wird wahrscheinlich wenig Freude mit diesem Chip haben.

Es werden zwar eifrig über die Website zur Geldkarte die Einsatzbereiche beworben, allerdings sind inzwischen die genossenschaftlichen Banken aus dem Geldkarten-System ausgestiegen, an Parkautomaten wurden an vielen Stellen die Lesegeräte wieder entfernt (oder erst gar nicht montiert), die Briefmarkenautomaten der Post kommen nun ohne Geldkarten aus, ebenso verzichten viele Verkehrsverbünde auf die Geldkarte.

Die Hoffnung bei 400.000 Akzeptanzstellen zumindest in den meisten Fällen mit der Geldkarte und ohne Münzen weiterzukommen, hat sich leider nicht erfüllt und nach den Statistikzahlen sieht es auch nicht nach Besserung aus.

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Form follows function?

In einem Hotelzimmer habe ich ein Designmöbelstück als Schreibtisch vorgefunden bei dem der Grundsatz “form follows function” nicht so wirklich zutreffend scheint. Aber vielleicht hat sich der Designer etwas dabei gedacht, dass sich einem Laien nicht sofort erschließt?

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Tourenplanung

04.09.2016

Jeder hat seine eigene Methode eine Motorradtour zu planen. Die Bandbreite reicht von “einfach loszufahren” und sich nicht zu scheuen, auch mal in kleinere Straßen abzubiegen bis hin zu einer detaillierten Planung mit Zwischenzielen unter Berücksichtigung von Sehenswürdigkeiten und kurvigen Streckenführungen am PC mit anschließender Übertragung auf ein Navi.

Für den ersten Fall ist es nur wichtig, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Soll detaillierter geplant werden, dann haben sich bei mir folgende Online-Tools bewährt:

  • Kurviger.de generiert Routen und Rundtouren mit Zwischenzielen und kann dabei wahlweise schnelle, kurvige oder extra kurvige Strecken ermitteln. Die Strecke kann dann in verschiedenen Formaten zur Weiterverarbeitung exportiert werden. Die erzeugten Routen sind normalerweise mit wenigen Anpassungen direkt für Touren nutzbar.
  • Motoplaner.de liefert Routen und kann Zwischenziele verarbeiten. Wegpunkte lassen sich schnell über die Suchfunktion finden (z.B. Pässe) oder einfach durch Klicken auswählen. Gelände-Darstellung ist möglich sowie der Export der Route in unterschiedlichen Formaten.
  • Google Maps lässt sich ebenfalls mit Zwischenzielen planen. Ein spezieller Motorradmodus gibt es zwar nicht, aber die Option “Autobahn vermeiden” lässt sich auswählen. In den Menüeinstellungen kann dann noch “Gelände” oder “Earth” aktiviert werden. Hierdurch werden auf der Karte interessante Streckenabschnitte schneller ersichtlich und können bei den Zwischenzielen berücksichtigt werden.
  • ADAC Routenplaner kann Zwischenziele verarbeiten und es lässt sich konfigurieren, wenn ein Zwischenziel umfahren werden soll (Annäherungspunkt). Ebenso kann die aktuelle bzw. die voraussichtliche Verkehrslage zu einem bestimmten Zeitpunkt berücksichtigt werden. Bei den Routenoptionen können Fahrzeugtypen und weitere Details eingestellt werden.

04.06.2017

  • GPSwerk von Bikerbetten bietet mit kurviger.de vergleichbare Funktionen an. Routen und Rundtouren sind erstellbar, Touren lassen sich auswählen, importieren und hier sogar  zusammenführen.

29.04.2018

  • Calimoto ist eine Anwendung, die sowohl auf dem PC als auch unter Android und iOS zur Verfügung steht. Auf den Mobilgeräten ist auch eine Navigation möglich. Lässt man die Anwendung selbst Strecken wählen, kommen meist sehr gute Vorschläge zum Vorschein!

Für die Weiterverarbeitung bietet sich Basecamp von Garmin an. Hier lassen sich die Routen dann am PC nach den eigenen Erfordernissen weiter verfeinern und auf das Navi übertragen.

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Applikationslogik

Bei manchen Applikationen scheint bei der Qualitätsprüfung die Betrachtung der Grenzwerte etwas zu kurz zu kommen. Ein schönes Beispiel findet sich nachfolgend. Das Programm prüft ein Mobilgerät und ermittelt die Applikationen, die die Stabilität des Smartphones einschränken, verlangsamen. Der Programmierer hat es noch geschafft, dass der Button “Jetzt beheben” inaktiv ist, allerdings ist der angezeigte Text dann doch unlogisch ausgefallen.

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Girokontowechsel

Unzufrieden mit den Konditionen des eigenen Girokontos oder den Leistungen?

Während sich viele bei Versicherungs-, Versorger- oder beim Mobilfunkproviderwechsel leicht tun, sieht es beim Wechsel der Bank offensichtlich schwieriger aus. Hier scheuen sich viele vor dem Aufwand der beim Wechsel entsteht. Ist der Aufwand wirklich hoch?

Klare Antwort: Nein!

Vor einigen Jahren war der Aufwand noch höher, weil Briefe erstellt und verschickt oder sogar Formulare zunächst angefordert, ausgefüllt und dann wieder verschickt werden mussten. Aber selbst zu dieser Zeit war die komplette Umstellung in einem Zeitraum von 1 bis 2 Monaten erledigt. Mit etwas Organisation konnte der erforderliche Schreibkram in ein paar Tagen durchgeführt werden.

Heute ist es noch viel einfacher. Einige Banken bieten einen Kontowechselservice an bei dem entweder ein Dienstleister oder die Bank selbst alle erforderlichen Schritte ausführt:

  • Vertrags- und Zahlungspartner werden über die neue Kontoverbindung informiert
  • Daueraufträge bei der bisherigen Bank werden gelöscht und neue eingerichtet
  • Der Banksaldo wird auf das neue Girokonto überwiesen und das bisherige Konto gekündigt

Hierbei wird nach Bereitstellung der Zugangsdaten direkt auf das bisherige Konto zugegriffen und die Transaktionen werden untersucht. Automatisch werden dann die Vertragspartner informiert oder es werden noch zusätzliche Daten angefordert (wenn nicht in den Datenbanken vorhanden). Es lassen sich oft auch manuell Daten bereitstellen und die Bank übernimmt dann die Information der Zahlungsempfänger. Teilweise wird mit einem Umstellungsaufwand von 10 Minuten geworben. Dies halte ich allerdings für etwas übertrieben.

Solltest Du Dich dazu entschließen, selbst die Zahlungspartner zu informieren, so sollte dies in 2-4 Stunden erledigt sein.

Folgendes Vorgehen hat sich hierbei bewährt:

  • Sichtung aller Transaktionen auf dem Kreditkartenkonto für einen Zeitraum von 13 Monaten. Sind Zahlungsvorgänge dabei, die durch hinterlegen der Kreditkartendaten ausgeführt wurden? Hierzu zählen Zahlungsdienstleister wie Paypal, Online-Shops, ÖPNV, Bahn, Stores für Smartphone-Apps… Über die jeweiligen Online-Portale konnten die neuen Kreditkartendaten direkt eingetragen werden.
  • Sichtung aller Transaktionen auf dem Girokonto für einen Zeitraum von 13 Monaten. Zu berücksichtigen sind Zahlungseingänge, Daueraufträge und Lastschriftmandate. In diesem Zeitrahmen sollten alle regelmäßigen Vorgänge mindesten einmal aufgetreten sein.
    • Bei regelmäßigen Zahlungseingängen sind die Absender zu informieren. Hier finden sich z.B. der Arbeitgeber oder Behörden. In welcher Form die Information erfolgen kann, hängt von der entsprechenden Stelle ab.
    • Daueraufträge müssen bei der bisherigen Bank gelöscht und bei der neuen Bank angelegt werden. Da alle Zahlungsdaten im Auftrag stehen, ist die Neuanlage schnell erledigt.
    • Lastschriftmandate dürften meist den größten Umstellungsaufwand darstellen.
      • Bei den meisten Versicherungen sind inzwischen die Daten über deren Portale änderbar und das auch dann, wenn hierfür kein Account angelegt wurde. Meist findet dann ein Abgleich der Versicherungsnummer mit den Daten zum Versicherungsnehmer statt (Plausibilitätsprüfung). Passt das zusammen, dann ist die Umstellung sofort unbürokratisch erledigt, schließlich wollen die Versicherungen den eigenen Aufwand möglichst niedrig halten. Lediglich bei einer kleineren Spezialversicherung war keine direkte Änderung über die Webseite möglich, aber eine formlose Mitteilung genügte dann auch.
      • Beim Rundfunkbeitrag ist die Änderung ähnlich unkompliziert wie bei den Versicherungen.
      • Auch beim Energieversorger (Strom, Wasser, Gas…) konnte über die Webseite die Änderung leicht selbst vorgenommen werden. In meinem Falle war das Finden der richtigen Stelle hierbei die größte Hürde.
      • Internet- und Mobilfunkanbieter lassen sich nach Eingabe der Zugangsdaten normalerweise problemlos über die jeweilige Internetsite informieren.
      • Unerwarteter Weise können beim ADAC mit den (hoffentlich bekannten) Zugangsdaten die Bankverbindung geändert werden, aber der ADAC möchte, dass dann noch ein Mandat heruntergeladen, unterschrieben und auf dem Postweg zurückgeschickt wird. Keine Ahnung, warum es bei den Versicherungen möglich ist ohne ein solches Dokument auszukommen, aber nicht beim ADAC.
      • Bei der Kfz Steuer ist inzwischen der Zoll zuständig. Hier musste ein Formular heruntergeladen, ausgefüllt und per Post geschickt werden.
      • Bei der Grundsteuer konnte die Stadt einfach per Brief informiert werden.
      • Der Webhoster konnte über die Website mit neuen Daten bestückt werden.
      • Der Verein konnte für die Mitgliedsbeiträge formlos per E-Mail informiert werden.
      • Abfallwirtschaft/Müllentsorgung wurde per Post informiert, allerdings erhielt ich anschließend noch ein vorausgefülltes Mandat, das unterschrieben und zurückgeschickt werden musste.
  • Prüfung, ob Bestätigungen der Firmen eingehen bzw. ob beim nächsten Zahlungslauf die neue Kontoverbindung genutzt wird.
  • Altes Konto kündigen/auflösen. Hier benötigen die meisten Banken ein Formular per Post. Je nach Bank müssen dann noch die bereitgestellten Karten entwertet zurückgegeben oder vernichtet werden.

In meinem Fall waren 24 Stellen zu informieren. Der Zeitaufwand lässt sich mit etwa 5 Stunden beziffern. Schade, dass an einigen Stellen die digitalen Möglichkeiten nicht genutzt werden können und umständlich Formulare/Briefe ausgefüllt und verschickt werden müssen.

Aber es spricht in der Praxis nichts gegen einen Wechsel des Kontos. Der Aufwand ist wirklich sehr überschaubar.

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Banken mit kreativem Gebührenmodell

Banken zeichnen sich in einer Niedrigzinsphase durch kreative Gebührenmodelle bei Ihren Privatkunden aus. So werden gerne Gebühren erhöht und neue Abgaben erhoben. Einige Beispiele:

  • EUR 15,00 Jahresgebühr für die Bankcard/ec-Karte/girocard
  • EUR 30,00 bis 40,00 Jahresgebühr für die Kreditkarte
  • EUR 45,60 Kontoführungsgebühr bei monatlich EUR 3,80 oder es werden pro Buchungsvorgang Gebühren erhoben
  • EUR 60,00 Zusatzbeitrag pro Kunde pro Jahr
  • Zinssätze entsprechend anpassen zur Verbesserung der Zinsmarge
  • Kreditkarteneinsatz im Ausland mit Auslandseinsatzentgelt von 1,5% bis 2% (im Nicht-Euro-Raum)
  • Bargeldabhebung werden mit EUR 5 pro Vorgang oder z.B. 1,75% bis 2,5% Aufschlag versehen

Bestimmt gibt es noch weitere Ideen, für was Gebühren erhoben werden können. Interessant wird es, wenn man die im Jahr anfallenden Kosten aufsummiert. Plötzlich sind das dann EUR 140,00 als fixe Kosten im Jahr. Bei Reisenden, die auch außerhalb des Euroraums unterwegs sind, kommen dann noch für Devisen und Karteneinsatz weitere Kosten hinzu.

Da stellt sich schon die Frage, ob die Kosten noch in Relation zur Leistung stehen oder/und ob einfach das Geschäftsmodell nicht mehr stimmig und zeitgemäß ist. Seit Jahren gibt es gute und günstige Finanzinstitute, die auch in einer Niedrigzinsphase zu attraktiven Kosten Privatkunden bedienen wollen und können.

Während sich viele bei Versicherungs-, Versorger- oder beim Mobilfunkproviderwechsel leicht tun, sieht es beim Wechsel der Bank offensichtlich schwieriger aus. Obwohl der Aufwand tatsächlich überschaubar ist. Hierzu folgt ein separater Beitrag.

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