Archive: Feb 2016

Benutzerschnittstellen bei der Hausautomatisierung

Der nachstehende Artikel von mir datiert auf den 17.02.2010, ist also bereits 6 Jahre alt. Leider hat er nur wenig an Aktualität verloren.

Inzwischen findet sich in Haushalten eine große Anzahl von Geräten, die miteinander vernetzt werden können: DSL-Router mit kleinen Telefonanlagen, Kabelmodems, AccessPoints, Notebooks, PC, Receiver, Rekorder, Spielekonsolen, Internetradios, NAS-Systeme, Heimserver, Mediaserver,…

Während die vorgenannten Systeme zumeist über eine einigermaßen bedienerfreundliche Schnittstelle verfügen, finden sich immer noch viele Komponenten im Haus, die beispielsweise zur Konfiguration kryptische, nicht-intuitive, komplizierte und langwierige Eingaben erfordern und deren Displays unverständliche Abkürzungen oder Meldungen anzeigen. Ohne Handbuch und dem Nachvollziehen der oftmals unlogischen Konfigurationsabläufe ist dann kein Erfolg zu verbuchen.

Positive Beispiele sind bei den DSL-WLAN-Routern zu finden. Trotz anspruchsvoller Prozesse und vielen Einstellmöglichkeiten haben es die meisten Hersteller geschafft, dass auch der Laie einen Router über einen Browser in Betrieb nehmen kann und er durch den Konfigurationsprozess mit Grafiken, Beschreibungen und Plausibilitäsprüfungen geführt wird.

Abschreckende Beispiele finden sich hingegen bei Telefonanlagen, Heizungssteuerungen, Türsprechsystemen, SAT-Receivern, aber leider auch bei einigen Hersteller der einleitend erwähnten Anlagen.

Ich habe mich gefragt, warum einige Produzenten immer noch eigene Steuerungen, Anzeigesysteme und unverständliche zeitfressende Bedienlogiken implementieren und damit ihre Kunden verärgern. Ist das so viel billiger in der Herstellung, dass dies einen deutlichen Kaufanreiz darstellt und das Risiko in Kauf genommen werden kann, dass der Käufer bei der nächsten Beschaffung zum Wettbewerb wechselt?

Ich glaube dies nicht.

  • Software: Mini-Webserver, wie beispielsweise Jibble, Real Time Kernel wie FreeRTOS oder Mini-Linuxe sind als OpenSource verfügbar und können auf einfacher Hardware installiert werden.
  • Hardware: Mikrocontrollersysteme, System-on-a-chip, Embedded Systeme
  • Schnittstellen: Chips “on board” für Ethernet, Bluetooth, USB, seriell, WLAN, PowerLAN (eine Bestromung ist meist sowieso notwendig)
  • Userinterface: Browserapplikation z.B. mit AJAX

Der Zugriff kann dann über ein Notebook oder Smartphone per Browser direkt an der Steuerung oder über das Heimnetzwerk erfolgen. Für den Hersteller könnte sich hierdurch der Vorteil ergeben, dass für verschiedene Produkte nur ein Steuerungstyp realisiert werden muss und die Webapplikation nur den jeweils veränderten Funktionen angepasst werden muss. PlugComputer, die irgendwo im Haus in eine Steckdose gesteckt werden, könnten helfen, verschiedene Systeme kostengünstig zu bündeln und ggf. sinnvoll zu vernetzen.

Ich bin davon überzeugt, dass wir hier in den nächsten Jahren deutliche Veränderungen bei der Bedienung von Haussystemen sehen werden.

Innentaschen für BMW Variokoffer

Die Variokoffer für die BMW R1200 GS LC lassen sich schnell am Motorrad montieren und über einen Verstellbügel in der Breite variieren.

Möchte man beim Einchecken in Unterkünfte den Transport der schweren Koffer auf das Zimmer vermeiden, so bietet es sich entweder an, Innentaschen oder Packsäcke/-taschen zu nutzen. Aufgrund der Kofferverriegelung, der Variabilität und der Auspuffanlage wurden die Koffer passend ausgeformt, was sich allerdings auch im Innern zeigt.

Ich hatte mir zunächst auf Empfehlung des BMW Händlers die originalen Innentaschen für die Variokoffer beschafft. Im Praxistest zeigten sich diese formstabil und robust, allerdings mit EUR 92,00 pro Stück sind diese nicht besonders günstig. BMW hat sich zwar bemüht mit einem Reißverschluss und Schrägen an den Taschen der Formgebung der Koffer zu folgen, die Praxis zeigt aber, dass wertvolles Stauvolumen verschenkt wird. Bei montierten Koffer lassen sich die jeweils oben hinten in den Koffern befindlichen Lücken ohne Klimmzüge kaum füllen.

Werden Packtaschen verwendet, bietet sich dünnes Material an, das in die Koffer eingelegt werden und sich beim Schließen der Koffer einschmiegt. Der Nachteil ist allerdings, dass es keine optimale Größe gibt und der Inhalt der Taschen in eine “neue Form” gedrückt wird.

Auf der Suche nach einer besseren Lösung bin ich über diverse Foren auf Made4Bikers gestoßen. Diese Taschen sind leicht, beidseitig zu öffnen, besitzen einen Tragegurt, haben (wie die Originalen BMW Taschen) einen umlaufenden Reißverschluss, um die Taschen auf die beiden Variogrößen zu bringen, besitzen ein Außenfach und füllen die Aussparungen in den Koffern durch Außentaschen. Inklusive Versand gibt es das Set mit 2 Taschen für EUR 74,00. Die Qualität geht vollkommen in Ordnung, lediglich der Geruch des Materials stellt am Anfang eine Hürde dar. Nach Auswaschen der Taschen und ein paar Tagen lüften an der frischen Luft waren die Innentaschen einsatzbereit. Wird so gepackt, dass der Inhalt die Taschen nicht ausbeult, passen diese sehr gut in die Koffer. Die Taschen sind für die Variokoffer der LC eine klare Kaufempfehlung von mir.

Hier ein direkter Vergleich der Innentaschen, links die BMW-Tasche mit dickerem Material und rechts die günstige Tasche von made4bikers

innentaschenvergleich1

Zunächst scheint es so, als wären die Taschen ungefähr gleich groß. Bei der Befüllung zeigt sich aber, dass einige Shirts mehr gestapelt werden können und auch neben dem Stapel noch Stauvolumen in der Tasche verbleibt.

BMW-Tasche:
innentasche_bmw

Made4Bikers-Tasche:
innentasche

Brieftasche aus Metall

Über viele Jahre sammeln sich diverse Karten im Kreditkartenformat an: Kredit-, Tank-, Kunden-, ec-, Krankenkassen-Karten, Ausweis, Führerschein, Visitenkarten…

In der Vergangenheit habe ich diese in einer Brieftasche aus Leder oder dem Portemonnaie transportiert. Nachteilig hat sich hierbei erwiesen, dass die Abmessungen der Brieftasche speziell im Sommer keine Tasche an der Kleidung fand, die zur Aufnahme groß genug gewesen wäre. Das Portemonnaie wiederum beulte die Hosentaschen aus und hin und wieder wurden die Karten verbogen oder sogar geknickt. Insbesondere der Magnetstreifen litt unter diesen Bedingungen.

Durch Zufall bin ich dann auf die Brieftasche aus Aluminium in der Ausführung “Stockholm” gestossen. Laut Hersteller Ögon nimmt diese je nach Ausführung 10-12 Plastikkarten plus Bargeld auf. Dies kann ich bestätigen.

metallcase_offen

Ich habe die leichte Tasche dank der kompakten Abmessungen und dem robusten Gehäuse seit Jahren im Dauereinsatz. Das Gehäuse hat inzwischen ein paar kleine Beulen abbekommen, was der Funktion oder dem Verschlussmechanismus aber nicht geschadet hat. Vom Hersteller wird angegeben, dass das Metallgehäuse aufgrund der Wirkung als faradayscher Käfig gegen RF/ID- oder NFC-Lesung der in der Tasche befindlichen Karten abschirmen soll. Dies konnte ich in der Praxis bislang nicht testen, da mir keine Karten mit dieser Funktion vorliegen.

metallcase_geschlossen

Das Cardcase Stockholm ist für mich eine klare Kaufempfehlung. Ich möchte es nicht mehr missen.

Variokoffer rechts

BMW Variokoffer instandsetzen

BMW bietet für die BMW R1200 GS LC Variokoffer an, die ohne wuchtige Kofferhalter am Motorrad montiert werden können und sich über einen Verstellbügel im Koffer in der Breite (und somit im Stauvolumen) verstellen lassen.

Beim Umkippen des Motorrades, Hängenbleiben an den Koffern oder Stürzen ist zunächst festzustellen, welche Teile beschädigt sind und ersetzt werden müssen.

Müssen nur wenige Teile getauscht werden, so kann es sich angesichts des Preises für einen Koffer von derzeit EUR 315,00 sowie einer Gleichschließung mit EUR 35,50 durchaus rentieren, eine Reparatur selbst durchzuführen. Allerdings kann es bei größerem Ersatzteilbedarf passieren, dass ein neuer Koffer günstiger ausfällt. Die Kosten lassen sich selbst ermitteln, da an verschiedenen Stellen im Internet Ersatzteile mit Bestellnummern  und Preisen aufgelistet sind, z.B. hier: http://www.etk.cc/bmw/DE/search/selectCar/K50/ohne/BMW+R+1200+GS+(0A01,+0A11)/ECE/77/77_0545/

Variokoffer rechts

Während Kofferdeckel, Stossleisten, Schlossleiste, Tragegriff und Verriegelung relativ einfach zugänglich sind, wird es bei Verstellrahmen und Verstellplatten etwas schwieriger. Hier heißt es den Koffer fast komplett zu zerlegen, da sich ein Teil der Schrauben des Verstellmechanismus unter dem Wärmeschutzblech bzw. der Kofferverriegelung befinden! Das bedeutet schrauben, schrauben, schrauben und sich die Positionen der Schrauben merken.

Der Verstellmechanismus funktioniert gut, allerdings kann es bei einem Umkippen des Motorrades passieren, dass der Koffer einseitig stark belastet wird und anschließend die Verstellung blockiert. Dies ist erkennbar, wenn der äußere Kofferteil sich nicht mehr gleichmäßig (parallel) in den inneren Kofferteil schieben lässt, sondern schräg steht.

Verstellplatte

Bei mir konnte ich nach dem auseinanderschrauben der Kofferteile feststellen, dass die Verstellung nur deshalb nicht funktionierte, weil wohl durch den starken Druck auf den Koffer die Zahnräder der Verstellplatten kurzzeitig durchdrehten und hierdurch ein Versatz an den Befestigungsbügeln (silbern) entstanden ist. Anschließend konnte die Verstellung auf der einen Seite nicht mehr die Endposition erreichen. Die betroffenen Zahnräder waren nur leicht an den Spitzen eingekerbt, aber weiter voll funktionstüchtig.

Nach Lösen der Muttern an den beiden äußeren Zahnrädern (rote Pfeile) konnte die Stellung der Bügel durch neu einsetzen der Zahnräder korrigiert werden. Das Foto zeigt den Zustand nach der Änderung, der nach dem Einbau gut funktionierte.

Weiterhin hatte der Verstellrahmen im Kantenbereich einen Riss. Der Riss konnte mit Industriekleber wieder fixiert werden und die Verklebung hat sich als stabil und wasserdicht erwiesen. Eine Klebung ist sicherlich auch an anderer Stelle am Koffer bei Bedarf durchführbar.

Bitte beachtet, dass insbesondere die Schrauben an der Kofferverriegelung mit mittelfestem Sicherungslack versehen sind und auch beim Einbau wieder gesichert werden sollten.

Selbst wenn Du feststellen solltest, dass ein neuer Koffer erforderlich ist, so solltest Du bei unversehrtem Schloss das Schloss oder die komplette Schlossleiste umbauen. Letzteres ist durch Lösen von drei kleinen Schrauben möglich.