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Telekom DSL Entertain

Update vom 29.10.2016

In den Folgejahren hat sich der Zugang als durchaus stabil erwiesen. Allerdings hat sich die Bandbreite von 16Mbps im Downlink und 1Mbps im Uplink als kritisch gezeigt. Sowohl im Downlink wird es eng, wenn HD-TV bereits ca. 10Mbps benötigt, dann kommt es bei zusätzlichem Streaming (TV, Video, Audio), Gaming oder Kopieraktionen schnell zu Hängern oder Bildstörungen in der TV Übertragung. Im Uplink sieht es noch ungünstiger aus. Arbeit und Übertragung in die Cloud, VPN-Zugänge mit Remote-Darstellungen oder IP-Telefonie, das ist damit keine Freude.

Ich war froh, dass mir dann nicht noch die anstehende Umstellung von ISDN auf IP aufgezwungen wurde. Seit Oktober 2016 ist nun VDSL verfügbar und somit kann nun das Bandbreitenproblem gelöst werden. Über die Umstellung werde ich berichten.


Bericht vom 22.02.2011

Seit 2009 nutze ich das T-Home Entertain Comfort Universal Paket (DSL16plus) mit einem MediaReceiver MR300A.
Der Anschluss war damals schnell geschaltet, allerdings war eine große Zahl von Komponenten miteinander zu verkabeln (1.TAE, DSL-Splitter, NTBA, Router, Rangierfelder, TAE-Dosen, Receiver, Telefone…). Ich hatte mir aufgrund unterschiedlichster Bauformen der Dosen und Kästen ein Brett gerichtet und diese darauf montiert.

Während der Anfang mit Entertain problemlos verlief, stellten sich bei mir nach etwa einem Jahr Schwierigkeiten ein. Insbesondere beim Wechsel des TV-Kanals blieb das Bild zunächst hängen und es verging bis zu einer Minute bis das Programm fortgesetzt wurde. Auch Hänger im laufenden Programm zeigten sich ab und zu. Schließlich hatte ich dann noch drei Monate später, kurz vor Weihnachten, den Ausfall des MediaReceivers zu verzeichnen (LED flackert, Netzteil klackt nur noch, Receiver fährt nicht mehr hoch).

Mein Händler ruft bei der Hotline an und wird telefonisch durch eine Checkliste geführt. Ergebnis: Der Receiver ist defekt. Ein Ersatzgerät soll verschickt werden, sobald bei der Telekom wieder Austausch-Geräte zur Verfügung stehen. Das zieht sich dann allerdings noch bis zum 12.01. hin. Das Ersatzgerät erweist sich ebenfalls als defekt (bootet unmotiviert, Festplatte rattert, bleibt komplett hängen, um nach ein paar Minuten wieder zu booten). Um auszuschließen, dass der Anschluss Schwierigkeiten bereitet, besorge ich mir über meinen Händler kurzfristig einen Leih-Receiver, der sofort eine stabile Verbindung herstellt (die Kanalumschaltung ist allerdings nach wie vor immer wieder träge).

Den Defekt des Ersatzreceiver melde ich dem versendenden Servicecenter “DeTe Technischer Service” in Hannover schriftlich per Fax mit der Bitte um schnellen Tausch, da ich seit Wochen das Entertain TV Paket nicht nutzen kann. Das war am 13.01., Ergebnis: Keinerlei Reaktion.

Am 21.01. habe ich über die 01805-1990 die Hotline angerufen.

Zunächst hatte ich eine Speedport-Mann an der Strippe, der mich aber sofort mit einem für Entertain zuständigen Kollegen verbunden hat. Erste Feststellung war, dass in meinem Versorgungsgebiet aus Kapazitätsgründen die Verkabelungsstruktur auf eine Sternstruktur umgestellt wurde, allerdings die Software in der Vermittlungsstelle/Verteilern für meinen Anschluss nicht aktualisiert wurde (!!!). Das hat er dann binnen 3 Minuten nachgeholt und mit mir vereinbart, dass er mich um 18.00 Uhr anruft, wenn ich wieder Zuhause bin und mit ihm zusammen einige zusätzliche Prüfungen durchführen kann.

Zuhause durfte ich eine sofortige Verbesserung mit dem Leih-Receiver meines Händlers feststellen. Keinerlei Hänger mehr bei der Umschaltung zwischen den Programmen! Wenn also ein Kunde ein ähnliches Phänomen haben sollte, kann sich der Anruf bei der Hotline rentieren…

Der Rückruf erfolgte pünktlich.

Alle relevanten Einstellungen wurden gemeinsam durchgegangen. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Aktivierung der IPTV-Unterstützung auf Routerseite (war eingestellt). Nach mehreren unmotivierten Bootvorgängen war klar: Der Receiver ist defekt.

Es wird mir zugesagt, dass sofort ein Receiver an mich rausgeht; Vermerk: Ersatz von Ersatz. Drei Tage später ist der Ersatz-Ersatzreceiver da – und funktioniert inkl. der inzwischen schnellen Programmumschaltung! Allerdings gibt es nach wie vor immer mal wieder Hänger im laufenden TV-Betrieb. Eine Auffälligkeit zeigt sich bei meinem Router, der AVM Fritz!Box 7170 unter Erweiterten Einstellungen/Internet/DSL-Informationen:  COE, Forward Error Correction zeigt sehr hohe und ständig steigende Fehlerwerte, d.h. permanente Korrekturen von Übertragungsfehlern auf den ADSL-Komponenten in der Vermittlungsstelle (COE=Central Office Equipment). Sicherlich gibt es bei dieser Menge an Fehlerkorrekturen auch eine größere Zahl von Daten die nicht mehr korrigiert werden können und wiederholt werden müssen. Mitunter finden sich in den Logs auch kurzzeitige Verbindungsabbrüche zur Vermittlungsstelle.

In den nächsten beiden Tagen sinken die Fehlerwerte auf 0 und die Verbindungsabbrüche tauchen auch nicht mehr in den Logs auf.

Einige Tage später erhalte ich dann noch eine Zufriedensheitsumfrage per Telefon im Auftrag der Telekom. Die freundliche Dame kann nur zum letzten Serviceanruf Eintragungen vornehmen. Diesen kann ich sicherlich sehr positiv beurteilen (Danke Herr S.!), allerdings bleibt das ganze Ungemach, das zuvor abgelaufen ist, unnotiert.

Fazit: Die Problembehandlung durch die Hotline war gut bis sehr gut. Vom Servicecenter in Hannover hätte man sicherlich erwarten können, das zumindest eine Rückmeldung erfolgt und sei es nur, um mitzuteilen, dass man sich für die neuerlichen Schwierigkeiten entschuldigt und den Vorgang zur Bearbeitung an XY weitergeleitet hat. Warum trotz Möglichkeit zur zentralen Prüfung und Messung der Anschlüsse keine präventive Störungsbeseitigung vorgenommen wird und notwendige Softwareupdates, die die Hotline Remote durchführen konnte, nicht erfolgen, erschließt sich mir nicht. Selbst mit den bescheidenen Mitteln, die das Interface des Routers ermitteln kann, war zu ersehen, dass es Probleme auf dem Übertragungsweg gibt. Selbst bei einer zyklischen Auswertung in der Vermittlungsstelle hätte dies in einem Zeitraum von Monaten auffallen müssen. Das ist der beste Weg, Kunden zu verärgern oder gar zu verlieren, denn für den Kunden stellt sich das dann so dar, dass

  • er monatelang ein sporadisch gestörtes TV/Video hatte (sporadische Probleme sind schwer einzugrenzen),
  • bei Hardwareausfall 1 Monat verging, bis wieder ein funktionierender Receiver Zuhause stand, während gleichzeitig der Monatsbeitrag weiter fällig war
  • Die Gewährleistungs- und Ersatzgeräteabwicklung sehr holprig ablief
  • die Zufriedenheitsumfragen per Telefon durch die Wahl der Fragen nicht zum Kern des Problems vordringen und dass dies evtl. auch gar nicht erwünscht sein mag…

 

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VDSL Werbung

Bericht vom 22.02.2011

Wie schön, dass man immer mal wieder mit einer Postwurfsendung mit Werbung für VDSL bedacht wird. Wenn der Flyer dann auch noch den Hinweis erhält, dass VDSL im eigenen Bereich jetzt verfügbar wäre, dann sollte der Empfänger davon ausgehen können, dass diese Werbebotschaft ernst gemeint ist.

Eine Abfrage zur Verfügbarkeit von VDSL ergibt, dass VDSL nicht verfügbar ist. Auch einige Wochen nach Erhalt der Wurfsendung, also mit ausreichender Zeit zur Aktualisierung der Datenbestände, wird nach wie vor VDSL als nicht beziehbar ausgewiesen.

Schaut man auf den Seiten der Post nach, so findet sich folgender Text: “Die Deutsche Post liefert Ihre Postwurfsendungen vom einzelnen Ortsteil bis in das ganze Bundesgebiet aus.” Die kleinste Größe ist somit ein Ortsteil. Welchen Sinn macht es nun aber, Werbung mit dem klaren Hinweis, dass jetzt und hier VDSL zur Verfügung steht, als Wurfsendung zu verteilen, wenn dies nur für einige wenige Straßenzüge des Verteilungsgebiets zutrifft? Wer kommt denn auf die glorreiche Idee, hierfür ausgerechnet eine Wurfsendung als Verteilungsform zu verwenden und damit die Empfänger an der Nase herumzuführen?

Update vom 02.04.2016
Leider zeigt die Verfügbarkeit für VDSL auch nach weiteren 5 Jahren keine Änderung. Aber inzwischen tut sich etwas im Landkreis. Mal sehen, was hierbei an Uplink- und Downlink-Geschwindigkeit in nächster Zeit realisiert wird.

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Planung und Termine, früher und heute

Bericht vom 02.11.2011

Wollte man sich vor mehr als 20 Jahren verabreden, so setzte dies eine gewisse Vorplanung voraus. Sobald das Haus oder die Firma verlassen wurde, half nur noch das Aufsuchen einer Telefonzelle, die Nutzung eines anderen Festnetzanschluss oder ein C-Netz-Telefon, um über Änderungen in der Planung zu informieren.

Hatte man eine Telefonzelle gesichtet, durfte man sich dann mit defekten Apparaten, fehlenden Münzen, Münzen, die immer wieder abgewiesen wurden oder Geräten, die auf Telefonkarten umgestellt waren, herumschlagen. C-Netz Telefone für die Mobilkommunikation wiederum waren teuer (Gerätepreis und Kommunikationskosten) und daher weniger stark verbreitet. Infos per SMS, IM, e-mail… mal schnell unterwegs versenden? Das gab es noch nicht.

Mit steigender Teilnehmerzahl und näherrückendem Termin, wurde es immer unwahrscheinlicher alle Teilnehmer noch rechtzeitig zu erwischen. Planung und Pünktlichkeit waren eine pure Notwendigkeit und Tugend.

Heute, im Zeitalter der permanenten Erreichbarkeit, der vielen mobilen Kommunikationswege scheint die Uhr immer weniger Bedeutung zu haben. Pünktlichkeit wird einer stärkeren Flexibilität geopfert, da schnell und sofort eine Planänderung durchführbar ist.

Bei Notfällen oder zur Information zu geringfügigigen/nicht absehbaren Verspätungen ist dies ein klarer Vorteil. Wenn allerdings der “Notfall” zum Regelfall wird, dann schafft man sich kaum Freunde, weil die Verlässlichkeit auf der Strecke bleibt und dies eine Missachtung der Anderen darstellt. Diese haben das Treffen fest eingeplant, andere Termine verlegt, Reiserouten geändert, um alles passend zu bekommen.

Die Generation, die bereits mit Mobiltelefonen/Smartphones, Social Networks aufgewachsen ist, ersetzt sehr oft eine vorausschauende Planung durch ad-hoc Entscheidungen. Der Vorteil liegt natürlich in der gelebten Spontanität. Dem steht allerdings auch gegenüber, dass

  • kaum gelernt wird, kurz- bis langfristig vorausschauend zu planen (ist ja nicht nötig…)
  • Wege, Zeit, Ressourcen selten gut optimiert werden oder aufgrund der Kurzfristigkeit sich für eine Optimierung überhaupt eignen würden
  • die Vorfreude nur von kurzer Dauer ist, also “die schönste Freude” nicht ausgekostet wird
  • ein Generationenkonflikt entstehen kann, wenn sich Menschen der Spontanitätsgruppe mit der Planungsgruppe treffen sollen

Die Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten auf Kosten der Mitmenschen und zum eigenen “kurzfristigen Wohl” auszureizen, schafft mehr Konfliktpotential als Nutzen. Sie bei Bedarf nicht gezielt zu nutzen, heißt aber auch, Optionen ungenutzt zu lassen. Wie so oft, liegt das sinnvolle Optimum irgendwo in der Mitte. Mal weiter links, mal weiter rechts.

Optimierte Anfahrtskizzen

Beitrag vom 12.12.2010

Werbeprospekte können ein Quell’ der Freude sein, insbesondere wenn neben den beworbenen Produkten noch zusätzliche wertvolle Informationen verzeichnet sind.

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Wir erkennen, dass wir ganz leicht den Weg zur beworbenen Firma finden können. Das schauen wir uns gleich noch etwas genauer an…

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Nach dieser Skizze ist das Ziel ja einfach zu finden. Oder doch nicht? Wurden hier etwa Ziffern und Buchstaben vor dem Druck noch entfernt?
Eine deutlich bessere Darstellung findet sich in aktuelleren Versionen des Werbeprospekts…

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Wetterkapriolen?

Beitrag vom 05.12.2010

Wir wissen seit einiger Zeit, dass die Wettervorhersagen insbesondere für zurückliegende Zeiträume an Präzision zunehmen. Wahrscheinlich sorgt der Klimawandel dafür, dass selbst der aktuelle Witterungszustandsbericht wahre Wetterkapriolen aufweist.

Hier ein Beispiel auf dem iPhone mit der Navigon Software. Im Spätsommer wurde bei einer Außentemperatur von 17°C Nassschneefall gemeldet. Nun, ich wurde wirklich nass, empfand aber den Regen als durchaus warm…

Foto1

Ein weiteres Beispiel lieferte auf dem iPhone WeatherPro. Bei einer Temperatur von -4°C soll die gefühlte Temperatur 17°C betragen haben, wohlgemerkt plus 17°C…

Foto2

Telnic, .tel-Domain

Die Situation bei Telnic (.tel-Domains) hat sich seit meinen Berichten in 2014 und 2015 weiter verändert:

  • Die Services zu u.g. Alternative Telnames werden nun von internet.bs betrieben. Wie sich dies weiter praktisch gestaltet, ist nicht ersichtlich.
  • Die Domainzahl für .tel-Domains liegt nur noch bei 110.000
  • Der letzte Newsletter stammt aus dem März 2012.
  • Domainbeispiele wurden von der Site entfernt, ebenso die Roadmap.

Eine Empfehlung zur Nutzung einer .tel Domain sieht sicherlich anders aus.


Bericht vom 19.09.2015

Inzwischen ist ein Jahr Test mit der .tel-Domain vergangen. Das Listing in Suchmaschinen hat gut funktioniert und die benötigten Daten haben sich sehr schnell über die Konfigurationsseiten eingeben lassen. Auch wurde die Domain bei Aufruf sehr schnell angezeigt.

Leider steht auf der Minusseite, dass tatsächlich keinerlei Weiterentwicklung mehr sichtbar ist, die Domainzahlen weiter sinken (nur noch 120.000 Domains) und für die wirklich wenigen Gestaltungsmöglichkeiten, wie Fotos ein Link auf einen separaten Webspace erforderlich wird. Ebenso müssen E-Mails meist separat geführt werden, weil nur wenige Hoster direkt .tel Domains im Portfolio haben.

Weiterentwicklungen finden sich eher bei Telnames, die in ihr .tel-Paket z.B. Fotos, Videos und eine etwas bessere Ausgestaltung integriert haben. Die Betonung liegt auf “etwas”, denn auch bei Telnames sind die gestaltbaren Varianten sehr limiert (1 Video, 10 Fotos, Zahl der Kontaktangaben…) und  auf Subdomains, die bei Telnic noch eine weitere Untergliederung ermöglichten,  wird gänzlich verzichtet.

Der urspüngliche Sinn in Richtung schnelle Information und Anzeige von verschiedenen Kontaktdaten auf unterschiedlichen Gerätetypen (auch Mobilgeräte) hat heute nicht mehr diese Bedeutung wie zum Startzeitpunkt der tel-Domains. Dies wird nun in gleicher Weise mit beliebigen Domainendungen möglich, wenn entsprechende Website Templates genutzt werden, die unterschiedliche Gerätetypen bereits berücksichtigen und darüber hinaus auch individuelle Ausgestaltungsmöglichkeiten erlauben. Solche Templates sind inzwischen Standard und einfach nutzbar.

Welche Entscheidung wurde nach einem Jahr getroffen?

Kündigung und Nutzung einer stärker verbreiteten Domainendung mit responsive Webdesign und einer freien Gestaltbarkeit des Webauftritts.


Bericht vom 23.07.2014
In der Anfangszeit von telnic hatte ich schon einmal eine .tel-Domain registriert, da das Konzept durchaus interessant schien. Von der Community gewünschte Funktionen kamen leider erst mit großer zeitlicher Verspätung, was mein weiteres Interesse an der Domain deutlich schmälerte.

Inzwischen haben sich die einige Monate nach dem Start genannten Registrierungszahlen (im Mai 2009: 200.000 Domains) auf derzeit rund 138.000 Domains reduziert und die Roadmap endet im Jahre 2011. Schaut man sich die Links mit den Beispielen an, dann wird man feststellen, dass auch diese Listen nicht gepflegt werden, denn ein Teil der .tel-Links existiert bereits nicht mehr.

Das sind alles Punkte, die schwerlich für die Verwendung von .tel sprechen. Allerdings ist das Konzept nach wie vor gut und einige der Beispiele zeigen durchaus Lösungen auf, die schnell und effektiv den Nutzer an die richtige Information/Stelle führen.

Ich habe mich daher dazu entschlossen, nochmals eine tel-Domain zu registrieren und zu testen und werde über die Erfahrungen berichten.

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Homematic CCU2 Firmware

Ich habe mich am 30.06.16 zum Update auf 2.19.9 entschlossen, da in den Foren gelegentlich ein neu Anlernen von problembehafteten Komponenten als Lösung benannt wurde. Allerdings funktionierte mit der Version 2.19.9 auch ohne weitere Aktion der 4-fach Schalter nun wieder.


Kurz nach der Veröffentlichung von Version 2.17.14 wurde für die CCU2 die Version 2.17.15 nachgeschoben.

Nach meinem Test des Wechsels von 2.15.5 auf 2.15.6 und weiter auf 2.17.14 habe ich einen weiteren Versuch unternommen und ein Upgrade von 2.15.6 auf 2.17.15 durchgeführt. Das Upgrade hat funktioniert, allerdings ist auch bei dieser Version eine Reduzierung der Funkreichweite festzustellen, allerdings sehr selektiv.

Diesmal habe ich die RSSI-Werte in direktem Vergleich für unterschiedliche Komponenten in unterschiedlicher Entfernungen zur Verfügung. Hierfür habe ich auf das Add-On XML-API zurückgegriffen (rssilist.cgi). Interessant ist hierbei, dass für die meisten Werte bei Version 2.15.6 (erster Wert) und 2.17.15 (zweiter Wert) auf fast dem gleichen Niveau liegen.

  • Komponente 1, RSSI Tx -74 vs. RSSI Tx -181 (keine stabile Verbindung mehr möglich!)
  • Komponente 2, RSSI Tx -98 vs. RSSI Tx -98
  • Komponente 3, RSSI Tx -58 vs. RSSI Tx -58
  • Komponente 4, RSSI Tx -98 vs. RSSI Tx -103
  • Komponente 5, RSSI Tx -101 vs. RSSI Tx -103
  • Komponente 6, RSSI Tx -79 vs. RSSI Tx -82

Bei den untersuchten Werten, stellt die Komponente 1 einen Ausreißer dar. Es handelt sich in meinem Falle um den HM-LC-Sw4-WM, also um den 4fach-Schaltaktor, der von einer guten Signalstärke auf “nicht mehr erreichbar” fällt. Eine Lösung habe ich bislang nicht gefunden, auch eine Ergänzung mit LAN-Konfigurationsadapter erscheint mir nicht hilfreich, da die Signalstärke mit der älteren Softwareversion gut war.

Schaut man sich die Berichte in den Foren an, dann sind die geschilderten Schwierigkeiten mit der aktuellen Firmware recht vielfältig (bis hin zu völlig problemlosen Betrieb…). Wer nicht auf das Update angewiesen ist, also beispielsweise keine Homematic-IP Komponenten ergänzen muss, kann sich Zeit lassen. Das könnte Nerven schonen.


Artikel vom 14.03.2016: Homematic CCU2 Update auf V2.17.14

Mit der Version 2.17.14 hat u.a. die Kompatibilität mit Homematic-IP Einzug gehalten.

In diversen Foren wurde darauf hingewiesen, dass zuvor ein Update auf die Version 2.15.6 empfohlen wird, da verschiedene Anwender größere Probleme beim Update hatten. Beide Versionen tragen auf der Homepage des Herstellers das gleiche Releasedatum, daher konnte es passieren, dass sofort von der CCU2 auf die neueste Version zum Download hingewiesen wurde, aber nicht mehr auf die offensichtlich sinnvolle Version 2.15.6.

Ich habe zunächst von der Herstellerseite die 2.15.6 geladen und von 2.15.5 auf 2.15.6 und dann weiter auf 2.17.14 ein Upgrade durchgeführt. Dies hat funktioniert.

Aber Achtung, die neue Kompatibilität mit Homematic-IP scheint sich auf die Reichweite der CCU2 für die bisherigen Homematic-Komponenten auszuwirken. Plötzlich waren einige Produkte, die sich etwas weiter entfernt von der CCU2 befinden, nicht mehr erreichbar!

Nach Downgrade auf 2.15.6 war der alte Zustand wieder erreicht. Alle Produkte wurden sofort wieder erreicht.

Wie groß der Reichweitenunterschied ist oder ob es bei größeren Entfernungen zu Störbeeinflussungen kommt, die die Erreichbarkeit von Komponenten einschränkt, konnte ich nicht ermitteln, aber eine Einflussgröße scheint die neue Version auf jeden Fall aufzuweisen.

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SSL mit Let´s Encrypt nutzen

Inzwischen sind über Let´s encrypt als Certificate Authority freie signierte Zertifikate für SSL Zugänge zu beziehen. Bei All-inkl können die Zertifikate für die dort gehosteten Domains direkt integriert werden (derzeit im Beta-Status). Kopieraktionen zur Verlängerung der Zertifikate entfallen, all-inkl hat den Vorgang bereits automatisiert.

Bei all-inkl wir im KAS-Bereich unter Domain/SSL-Schutz bearbeiten/Let´s Encrypt nach Bestätigung des Haftungsausschlusses und Klick auf den Button zur Erzeugung des Zertifikats der Vorgang gestartet. Nach kurzer Zeit ist die Site auf SSL umgestellt.

letsencrypt2

Bei mir wurde die umgestellte Site als WordPress Installation betrieben. Hier sind noch Anpassungen bei der WordPress-Konfiguration notwendig:

  • Unter Settings/General müssen die beiden Pfade WordPress-Address und Site-Address von http:// auf https:// in der URL umgestellt werden
  • Wird anschließend bei Aufruf der Site nicht das geschlossene Schloss-Symbol als Indikator für eine SSL-Verbindung angezeigt oder erscheinen Warnhinweise (z.B. bei Firefox), dann sind Elemente der Seite noch nicht auf eine verschlüsselte Verbindung umgestellt. Meist betrifft dies Medien (Videos, Fotos…) oder Links, die noch über http:// eingebunden sind. Dies betrifft z.B. statische Links, z.B. im Theme, die auf ein Logo, Karten, Favicons als unverschlüsselte Komponente verweisen.

Da es kaum Sinn macht, dass die Domain sowohl unverschlüsselt als auch verschlüsselt aufgerufen werden kann, ist ggf. noch ein permanenter Redirect in der .htaccess einzurichten, der dafür sorgt, dass automatisch auf https:// weitergeleitet wird und das Ranking bei den Suchmaschinen nicht beeinträchtigt wird:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off
RewriteRule (.*) https://%{HTTP_HOST}/$1 [R=301,L]

Foscam im Aussenbereich installieren

Die Aussenkamera weist einen umfangreichen Kabelbaum mit Anschlüsse für Strom, Audio in, Audio out, Reset und LAN auf, der aber sehr kurz geraten ist (ca. 45cm Gesamtlänge inkl. Anschlussstecker).

kamera_kabel

Ist es an der Montageposition der Kamera möglich, eine Bohrung durch die Wand in den Innenbereich eines Gebäudes vorzunehmen, dann stellt sich die Frage, ob die Länge des Kabelbaums ausreichend bemessen ist, um durch Wand und Dämmung zu gelangen. Selbst bei älteren Bauten mit damals noch kleineren Dämmdicken ergeben sich durchaus 40cm Wandstärke. Dann liegt bereits ein Teil der Anschlussstecker innerhalb der Wand.

kamera_wandstaerke

Inzwischen sind die Stärken aufgrund der Energieeinsparverordnung noch größer geworden. Leider ist der Kabelbaum nicht abtrennbar, daher ergibt sich die Notwendigkeit einer größeren Kabeldurchführung, obwohl ggf. für den Betrieb über WLAN nur die Stromversorgung zugeführt werden muss. Wünschenswert wäre gewesen, dass der Stromanschluss separat ausgeführt wird, was den Anschluss vereinfacht hätte.

Alternativ hierzu können die Anschlüsse des Kabelbaums im Außenbereich verbleiben, da diese aber nicht wasserdicht ausgeführt sind, müssen diese im Freien geschützt werden. Eine Option hierfür ist das von Foscam angebotene Zubehörteil FAB99, eine wasserdichte Anschlussdose auf die die Kamera aufgeschraubt werden kann und die den Kabelbaum inkl. Anschlusstecker aufnimmt. Die Zuführung der benötigten Anschlüsse erfolgt über die Rückseite der Dose, also direkt in die Wand. Die Lösung sieht gut aus, setzt aber voraus, dass an der Montageposition der Kamera eine Bohrung durch die Wand möglich ist. Hier ein Video-Clip von Foscam zu diesem Produkt:

Oftmals kann es aber einfacher sein, die Wanddurchführung an einer Stelle zu realisieren, die bereits genutzt wird (Leerrohr, Fenster, Fensterrahmen, Kabeldurchführungen für Klingel, Gartenanschlüsse, Lichtanschlussleitungen, Bewegungsmelder…). Insbesondere wenn nur die 12V für die Kamera zugeführt werden muss, vereinfacht dies den Anschluss enorm. Dann sind lediglich die Anschlüsse des Kabelbaumes in einer Dose anzubringen. Hier bieten sich Abzweigkästen/-dosen aus dem Baumarkt an. Auf der sicheren Seite befindet man sich mit Ausführungen nach IP65.  Ungünstig ist hierbei, dass die Membran der Dose eingeschnitten werden muss, um die Membran um das Kabelstück an der Kamera zu legen. Die Dose muss hierfür zwei Voraussetzungen mitbringen:

  1. Die Membran muss herausnehmbar sein, da ansonsten keine Montage am Kabel erfolgen kann
  2. Die Bohrung in die die Membran eingesetzt werden soll, muss so gross sein, dass auch der dickste Anschlussstecker durch die Bohrung passt

kamera_membran

kamera_dose

Nach Einstecken der Membran in die Dose sollte mit etwas Silikon für ausreichende Dichtigkeit gesorgt werden.

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Foscam FI9900P Ersteinrichtung

Die Foscam FI9900P ist eine HD IP-Kamera, die für den Einsatz im Außenbereich optimiert wurde. Die Beschreibungen zum Einrichten der Kamera und die beigefügte CD mit Tools lassen allerdings sowohl qualitativ als auch inhaltlich Raum für Optimierungen.

Schaut man sich die ausschließlich in englisch beigefügte Kurzanleitung an, wird ersichtlich, dass Foscam zunächst die Montage der Kamera beschreibt und anschließend die beiden Anbindungsmöglichkeiten über LAN (wired) und WLAN (wireless) darstellt. Die Reihenfolge finde ich etwas seltsam, denn aus praktischer Überlegung würde ich die Kamera erst montieren, wenn ich bereits weiß, dass die Kamera funktioniert und ich im Netzwerk auf die Kamera erfolgreich zugreifen kann. Die Einrichtung ist sicherlich einfacher, wenn ich alle Komponenten noch im direkten Zugriff habe. Auf jeden Fall würde ich aber für den Außeneinsatz die Antenne aufschrauben, um bei WLAN-Betrieb optimale Empfangsbedingungen zur Verfügung zu haben und den Antennenconnector zu schützen.

Für die initiale Einrichtung geht der Hersteller davon aus, dass sich der Nutzer die iOS oder Android-App aus dem jeweiligen Store auf das Smartphone herunterlädt und über WLAN die Verbindung zur Kamera herstellt. Ich konnte mich für diese Vorgehensweise nicht begeistern:

  • Die App von Foscam ist Stand 05.03.2016 im Google Play Store mit 2,1 von 5 Punkten nicht gerade positiv bewertet und Nutzer berichten von sehr großen Schwierigkeiten.
  • Darüber hinaus erfordert der cloudlbasierte Zugriff über die App eine Registrierung. Anschließend ist dann zwar die Kamera auch ausserhalb des eigenen Netzwerkes erreichbar, aber ich muss darauf hoffen, dass die Zugangsdaten nur für den eigenen Zugang verwendet werden, der Dienst immer erreichbar ist und die Daten nicht in falsche Hände gelangen. Letzter Fall ist ja in der Vergangenheit auch schon durch Nachlässigkeiten oder Sicherheitslücken bei anderen Diensten passiert.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Update der Firmware zum Lieferzeitpunkt verfügbar ist, ist groß. Hier empfiehlt der Hersteller allerdings die Einspielung via LAN. Also sollte sowieso erst einmal ein LAN-Kabel angeschlossen werden.

Ich habe mich dazu entschlossen, die Kamera per Ethernetkabel ins LAN anzuschließen und dann zu bestromen. Wichtig ist hierbei, dass im Netzwerk die Kamera über einen DHCP-Server eine IP-Adresse zugewiesen bekommen kann. Diese Variante ist zwar nicht in der Kurzanleitung, aber wiederum im Handbuch auf der CD aufgeführt, aber leider hat bei mir unter Windows 10 das auf der CD beigefügte “Search Tool” keine Kamera mit dazugehöriger IP-Adresse finden können! Zwischendurch war mal kurzzeitig die Kamera im Tool zu sehen, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Das ist schade, vielleicht klappt es später einmal stabil mit einer neueren Version in Kombination mit WIN 10.

fi9900p_1

Was aber sicherlich funktioniert, wenn DHCP läuft, ist der Fall, dass die Kamera nach kurzer Zeit in der Geräteliste auf dem Server/Router als neues Gerät auftaucht. Auf der FritzBox war im Menü Heimnetz/Netzwerk bei mir ein neuer Eintrag zu sehen, der allerdings keinen Bezeichner aufwies, der für die Identifikation der Kamera hätte helfen können. Wird die Kamera an einen der Anschlüsse der FritzBox angeschlossen, dann lässt sich aber über die Anschlussbezeichnung (LAN 1, LAN 2…) der Eintrag schnell finden.

foscam_sreen

Jetzt ist ein Zugriff über den Browser auf die Kamera möglich. Aber Achtung, auch hier gibt es derzeit Einschränkungen, weil Foscam ein Plugin nutzt, dass weder auf dem Chrome- noch auf dem Edge-Browser läuft. Das Problem gibt es auch für Mobilgeräte. Internet-Explorer und Firefox funktionieren hingegen. Nach Start des Firefox oder IE ist die zuvor gefundene IP-Adresse (hier als xxx.xxx.xxx.xxx dargestellt) entweder in der Form:

  • http://xxx.xxx.xxx.xxx:88 oder
  • https://xxx.xxx.xxx.xxx

einzugeben. Bei der ersten Variante wird der Standardport 88 genutzt, bei der Variante mit Verschlüsselung (SSL) wird bei vielen Browsern noch nach Bestätigung des Zertifikats verlangt, was im internen Netz auch getan werden kann. Jetzt wird noch vom Browser um Freigabe für das Plugin gebeten, dann ist eine Anmeldung an der Kamera möglich.

Die Anmeldung erfolgt mit Username “admin” und ohne Password. Anschließend wirst Du aufgefordert neue Zugangsdaten zu vergeben. Dies solltest Du auf jeden Fall tun, um den Zugang zur Kamera zu schützen.

Empfehlenswert ist noch ein Update der Firmware bevor in die weitere Konfiguration eingestiegen wird. Das Menü ist über System/System Upgrade erreichbar. Nach Download, entpacken der Dateien und einspielen des Updates über Browse und System Upgrade ist der Vorgang beendet. Die Beschreibung des Upgradevorgangs ist in einem beigefügten Dokument im Download beschrieben. Bei meinem Update waren beispielsweise zwei Dateien einzuspielen.

Über den Setup Wizard lässt sich die Basiskonfiguration mit Kamerabenennung, Zeitserver-Einstellung für die Zeitsynchronisation, WLAN-Konfiguration (falls gewünscht) und die Settings für die IP-Einstellungen (DHCP oder statisch).

Nun ist die Kamera grundsätzlich betriebsbereit. Soll sie nun über WLAN betrieben werden, so ist das Ethernet-Kabel abzuziehen.

Weitere Informationen zur erweiterten Konfiguration, empfehlenswerten Applikationen, Montage u.a. werden in separaten Artikeln folgen.

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