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Smartphone: Elektronisches Universalwerkzeug?

Artikel vom 31.01.2011

Mechanische Universalwerkzeuge sind uns seit Jahren vertraut. Sie sind nicht optimiert und spezialisiert auf einen bestimmten Anwendungsfall. Dafür zeigen sie sich kompakt und multifunktional einsetzbar. Gibt es ein solches kompaktes multifunktionelles Universalwerkzeug auch für den elektronischen Bereich?

Es sieht so aus, als wäre das Smartphone (oder die etwas größere Schwester, das Tablet) auf dem besten Wege eine hohe Aufgabenvielfalt erfüllen zu können. Bereits jetzt ist es in vielen sehr unterschiedlichen Bereichen im Einsatz und es kommen immer weitere Anwendungsfälle hinzu:

  • Zeitmessung: Uhr, Wecker, Stoppuhr…
  • Ticketing: eParkticket, Ticket für öffentliche Verkehrsmittel, Flugticket, Eintrittskarte…
  • Bezahlsystem, (Um-)Buchungs- und Reservierungssystem
  • Identifikationsgerät: Ausweis, Zugangskontrolle, Türöffner, BDE…
  • Mobiler Internetbrowser
  • Fotoapparat, Videokamera
  • Diktiergerät, Taschenlampe, Notizzettel, Skizzenblock, Kalender
  • Messgerät: Wasserwaage, Kompass, GPS-Gerät, Schrittzähler, Bewegungserkenner
  • Musicplayer, Videoplayer, TV-Gerät, Fernsteuerung für Receiver, Steuerung von Heimanlagen (Multimedia)
  • Navigationsgerät, elektronische Karte/Stadtplan
  • Fremdsprachen-Übersetzer
  • Sprachsteuerungsgerät, Spracherkenner mit Textausgabefunktion (Speech Recognition), Sprachausgabe
  • Kommunikationssystem: Instant Messenger, SMS, Mobiltelefon, SIP-Telefon, Skype-Telefon, Twitter-Client, e-mail …
  • Augmented Reality: Stadtführer, Fernsteuerungen…
  • Fernwartungssystem, MIS, Datentransfer- und Anzeigegerät für Fotos, Videos, Texte…, Quellsystem für Videobeamer, UMTS-Modem, WLAN-Hotspot…
  • Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations-, Präsentationssystem
  • Ortsabhängige Dienste: Wettervorhersage, Verkehrsmeldungen, Auskunftssystem für Verspätungen,  Sonderangebote
  • Schlafoptimierer…
  • Strichcode/QR/2D-Code-Scanner zum Abruf von Zusatzinformationen, zur Dateneingabe, zum Preisvergleich…

Vulkanausbruch hilft bei der virtuellen Kommunikation

Bericht vom 23.04.2010

Fimmvorduhals second fissure 2010 04 02

Der Vulkanausbrauch des Eyjafjallajökull hatte aufgrund der dabei erzeugten Aschewolke Auswirkungen auf den Flugverkehr in Europa. Tagelang fallen sämtliche Flüge in weiten Teilen Europas aus und durch die immer wiederkehrenden Verlängerungen des Flug-Stopps läßt sich das Verkehrsmittel Flugzeit für Reiseplanungen nicht ernsthaft in Betracht ziehen. Selbst wenn die Anreise funktionieren würde, könnte dann die Rückreise problematisch werden.

Im Ergebnis hat sich eine Verschiebung von Flugzeug auf Zug, Bus, Auto und Fähre/Schiff ergeben. Gerade auf Inseln reduzieren sich die Optionen für eine Reise lediglich auf Fähre/Schiff. Für Mittelstrecken bietet sich das Auto und die öffentlichen Verkehrsmittel an, sofern eine Überlastung der Verkehrswege hier nicht zusätzliche Herausforderungen generiert. Während dies aber noch eine lösbare Aufgabe darstellt, sieht es bei Fernstrecken nach Übersee oder innerhalb von Europa wesentlich schwieriger aus. Hier ist der Land- oder Seeweg sehr zeitaufwendig stellt nur im Notfall eine zu berücksichtigende Möglichkeit dar, wenn dadurch beispielsweise ein “stranden” vermieden werden kann. Die Einschränkungen treffen alle gleichermaßen, egal ob es sich um Urlauber, Geschäftsleute, Präsidenten oder Könige handelt.

Im Geschäftsleben ist der persönliche Kontakt (insbesondere Kunden- und Geschäftspartnerkontakt) wichtig, allerdings sorgen die massiven Einschränkungen für eine Hochkonjunktur der virtuellen Kommunikationsformen. Rechnet man dann noch die kommerziellen, organisatorischen und zeitlichen Aufwände bei Flugreisen hinzu (Buchung, Anreise zum Flughafen, Parkplatzsuche, Parken, Wegstrecken im Flughafen, Einchecken, Sicherheitskontrollen, Pufferzeiten vor dem Boarding, Flug, Wegstrecken am Zielflughafen, Mietwagen, Mietwagenübernahme, Fahrtzeit zum Ziel… und das ganze dann noch einmal für den Rückweg), dann stellt sich schnell die Frage nach praktikablen Alternativen für jene Fälle, in denen eine persönliche Anwesenheit nicht zwingend erforderlich ist.

  • Telefon- und Videokonferenzen erleben ein Hoch
  • Skype für Telefonie und Videotelefonie
  • E-mail
  • Instant Messaging
  • Web-Conferencing
  • Web-Collaboration
  • Intranetsysteme für firmeninterne Kommunikation (Projekttools, Web-Conferencing, IM intern,…)

Update 14-05-2010: Inzwischen scheint es nicht nach einer einmaligen Ausnahme auszusehen. Immer wieder kommt es zu Einschränkungen im Flugverkehr. Zwar bisher nicht mehr auf ganz Europa bezogen, aber mit deutlichen Unsicherheiten für das Verkehrsmittel Flugzeug: Komme ich in den Urlaub? Gelange ich in vertretbarer Zeit wieder zurück? Werde ich den Geschäftstermin erreichen oder muss ich kurzfristig am Vortag mir einen anderen (beschwerlicheren) Weg suchen, wenn die Reisedistanz dies überhaupt erlaubt?

Planung und Termine, früher und heute

Bericht vom 02.11.2011

Wollte man sich vor mehr als 20 Jahren verabreden, so setzte dies eine gewisse Vorplanung voraus. Sobald das Haus oder die Firma verlassen wurde, half nur noch das Aufsuchen einer Telefonzelle, die Nutzung eines anderen Festnetzanschluss oder ein C-Netz-Telefon, um über Änderungen in der Planung zu informieren.

Hatte man eine Telefonzelle gesichtet, durfte man sich dann mit defekten Apparaten, fehlenden Münzen, Münzen, die immer wieder abgewiesen wurden oder Geräten, die auf Telefonkarten umgestellt waren, herumschlagen. C-Netz Telefone für die Mobilkommunikation wiederum waren teuer (Gerätepreis und Kommunikationskosten) und daher weniger stark verbreitet. Infos per SMS, IM, e-mail… mal schnell unterwegs versenden? Das gab es noch nicht.

Mit steigender Teilnehmerzahl und näherrückendem Termin, wurde es immer unwahrscheinlicher alle Teilnehmer noch rechtzeitig zu erwischen. Planung und Pünktlichkeit waren eine pure Notwendigkeit und Tugend.

Heute, im Zeitalter der permanenten Erreichbarkeit, der vielen mobilen Kommunikationswege scheint die Uhr immer weniger Bedeutung zu haben. Pünktlichkeit wird einer stärkeren Flexibilität geopfert, da schnell und sofort eine Planänderung durchführbar ist.

Bei Notfällen oder zur Information zu geringfügigigen/nicht absehbaren Verspätungen ist dies ein klarer Vorteil. Wenn allerdings der “Notfall” zum Regelfall wird, dann schafft man sich kaum Freunde, weil die Verlässlichkeit auf der Strecke bleibt und dies eine Missachtung der Anderen darstellt. Diese haben das Treffen fest eingeplant, andere Termine verlegt, Reiserouten geändert, um alles passend zu bekommen.

Die Generation, die bereits mit Mobiltelefonen/Smartphones, Social Networks aufgewachsen ist, ersetzt sehr oft eine vorausschauende Planung durch ad-hoc Entscheidungen. Der Vorteil liegt natürlich in der gelebten Spontanität. Dem steht allerdings auch gegenüber, dass

  • kaum gelernt wird, kurz- bis langfristig vorausschauend zu planen (ist ja nicht nötig…)
  • Wege, Zeit, Ressourcen selten gut optimiert werden oder aufgrund der Kurzfristigkeit sich für eine Optimierung überhaupt eignen würden
  • die Vorfreude nur von kurzer Dauer ist, also “die schönste Freude” nicht ausgekostet wird
  • ein Generationenkonflikt entstehen kann, wenn sich Menschen der Spontanitätsgruppe mit der Planungsgruppe treffen sollen

Die Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten auf Kosten der Mitmenschen und zum eigenen “kurzfristigen Wohl” auszureizen, schafft mehr Konfliktpotential als Nutzen. Sie bei Bedarf nicht gezielt zu nutzen, heißt aber auch, Optionen ungenutzt zu lassen. Wie so oft, liegt das sinnvolle Optimum irgendwo in der Mitte. Mal weiter links, mal weiter rechts.

SSL mit Let´s Encrypt nutzen

Inzwischen sind über Let´s encrypt als Certificate Authority freie signierte Zertifikate für SSL Zugänge zu beziehen. Bei All-inkl können die Zertifikate für die dort gehosteten Domains direkt integriert werden (derzeit im Beta-Status). Kopieraktionen zur Verlängerung der Zertifikate entfallen, all-inkl hat den Vorgang bereits automatisiert.

Bei all-inkl wir im KAS-Bereich unter Domain/SSL-Schutz bearbeiten/Let´s Encrypt nach Bestätigung des Haftungsausschlusses und Klick auf den Button zur Erzeugung des Zertifikats der Vorgang gestartet. Nach kurzer Zeit ist die Site auf SSL umgestellt.

letsencrypt2

Bei mir wurde die umgestellte Site als WordPress Installation betrieben. Hier sind noch Anpassungen bei der WordPress-Konfiguration notwendig:

  • Unter Settings/General müssen die beiden Pfade WordPress-Address und Site-Address von http:// auf https:// in der URL umgestellt werden
  • Wird anschließend bei Aufruf der Site nicht das geschlossene Schloss-Symbol als Indikator für eine SSL-Verbindung angezeigt oder erscheinen Warnhinweise (z.B. bei Firefox), dann sind Elemente der Seite noch nicht auf eine verschlüsselte Verbindung umgestellt. Meist betrifft dies Medien (Videos, Fotos…) oder Links, die noch über http:// eingebunden sind. Dies betrifft z.B. statische Links, z.B. im Theme, die auf ein Logo, Karten, Favicons als unverschlüsselte Komponente verweisen.

Da es kaum Sinn macht, dass die Domain sowohl unverschlüsselt als auch verschlüsselt aufgerufen werden kann, ist ggf. noch ein permanenter Redirect in der .htaccess einzurichten, der dafür sorgt, dass automatisch auf https:// weitergeleitet wird und das Ranking bei den Suchmaschinen nicht beeinträchtigt wird:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off
RewriteRule (.*) https://%{HTTP_HOST}/$1 [R=301,L]