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Von der Rechnung zur Bezahlung

Bei der Begleichung von Rechnungen gewinnt man in Deutschland immer wieder den Eindruck, dass die Zeit irgendwann stehengeblieben sein muss.

Bei Onlineshops erfolgt die Rechnungsabwicklung meist direkt online beim Bezahlvorgang und die Shops sind bemüht, möglichst wenig Hindernisse aufzubauen, die während des Bezahlvorgangs noch zum Abbruch der Bestellung führen könnten.

Für regelmäßige Zahlvorgänge sind die Lieferanten bemüht, eine Abwicklung per Lastschrift (oder Dauerauftrag) zu erreichen.

Und was ist mit Rechnungen von Lieferanten, die per Post ins Haus flattern oder elektronisch zugestellt werden? Teilweise finden sich bei postalischer Zustellung begleitend zur Rechnung immer noch Überweisungsträger beigefügt oder die Bankdaten sind als Fusszeile in kleinster Schrift angedruckt und irgendwo im Text findet sich dann noch eine Ziffern/Zeichenkombination, die zur Zuordnung bei Bezahlung auf jeden Fall angegeben werden soll.

In Folge ist der Zahlungspflichtige dann damit beschäftigt, die Daten zusammenzusuchen und möglichst fehlerfrei bei der Onlineüberweisung (oder dem Überweisungsträger) einzutragen. Der Empfänger wiederum schaut sich die Einzahlungen an und wird meist händisch die Zahlung einer Rechnung zuordnen. Warum? Im Verwendungszweck den der Kunde eingetragen hat, finden sich weitere Angaben zu Datum, Artikelbezeichnung, es gibt Trennzeichen in den oft langen Zahlenkolonnen und am Ende ist keine automatisierte Zuordnung mehr möglich.

Wenn schon Rechnungen in Papierform bereitgestellt werden, warum werden auf den Rechnungen keine Codes aufgedruckt, die es dem Kunden ermöglichen eine teilautomatisierte Überweisung auszuführen? Diese sind am Markt verfügbar.

Interessanterweise scheinen hier Kommunen als Vorreiter zu fungieren.

  • Knöllchen in Kaiserslautern können per Paypal durch Scannen eines QR-Codes auf dem Ticket bezahlt werden.
  • Ordnungswidrigkeiten können beispielsweise in Heidelberg durch Scannen eines QR-Codes über GiroCode beglichen werden.

Die Kommunen sehen den Vorteil eines Einsparpotentials beim Zeit- und Ressourcenbedarf; die Zahlungsbestätigung erfolgt schneller und das Risiko für falsche Aktenzeichen, IBANs u.a. ist minimiert, eine aufwändige Nachbearbeitung entfällt. Im Falle von Paypal werden internationale Zahlungen darüber hinaus ebenfalls problemlos akzeptiert, bei ausländischen “Zahlungspflichtigen” ein weiterer Vorteil.

Und wann dürfen wir Kunden damit rechnen, dass so etwas Banales wie ein QR-Code mit den Bankdaten auf Rechnungen aufgedruckt wird?

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